Die ersten zwei Bottroper Sport- und Sprachcamps fanden im August und Oktober 2024 statt und hatten insgesamt 43 Teilnehmende, neuzugewanderte Jugendliche ab 14 Jahren mit geringen Deutschkenntnissen, die erst seit kurzem an einer Bottroper Schule waren oder noch auf einen Schulplatz warteten.
Neben der Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse konnten 16 Teilnehmende aus beiden Camps eine intensive Beratung durch den Bottroper Sportbund und das betreuende Team bezüglich Sportangeboten in Bottrop in Anspruch nehmen, etliche von ihnen haben Kontakte zu Sportvereinen geknüpft, wodurch die Langfristigkeit ihrer Integration und ihres Spracherwerbs unterstützt werden kann.
Einige Praktikant*innen der Camps und auch sieben Teilnehmende des Herbstcamps äußerten großes Interesse daran, einen Übungsleiterschein zu erwerben, um z.B. selbst in Nebentätigkeit Sportangebote anbieten zu können. Mittlerweile haben viele dieser Interessierten sowie weitere junge Menschen das Basismodul zum Übungsleiterschein absolviert (Herbst 2025). Der Übungsleiterschein stellt eine niedrigschwellige Starthilfe in einen qualifizierten Nebenjob dar, der es den jungen Menschen ermöglicht, neue Arbeitsfelder und -orte kennenzulernen, sowie Selbstwirksamkeit, -ständigkeit und außerschulische eigene Potenziale zu erfahren. Wir hoffen, im Jahre 2026 über ein Aufbaumodul zum Übungsleiterschein die Nachhaltigkeit des Bereichs Sprache, Sport und Integration in Bottrop über diese Hoffnungsträger*innen mit neuen Angeboten weiter stärken zu können.
Ein erstes Angebot, die Sport- und Sprach- Arbeitsgemeinschaft, ist im März 2025 bereits angelaufen und unterstützt neu Zugewanderte Jugendliche mit sehr geringen Deutschkenntnissen wöchentlich 2 Stunden beim Spracherwerb sowie dem Finden eines möglichen Sportvereins. Es wird von ehemaligen Praktikant*innen maßgeblich unterstützt.
Das Referat Migration möchte es bei den mittlerweile fünf erfolgreich umgesetzten Sport- und Sprachcamps (2024 und 2025) nicht bewenden lassen. Vielmehr ist uns daran gelegen, das Thema „Sport, Sprache und Integration“ nachhaltig in der Bottroper Stadtgesellschaft zu verankern.
Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit an Tristan Berghoff, den Bottroper Sportbund (Öffnet in einem neuen Tab) sowie den Jugendmigrationsdienst im Quartier des Caritasverbands (Öffnet in einem neuen Tab) der Stadt Bottrop. Letzterer leistete organisatorische, aber auch, ebenso wie die Egon-Bremer-Stiftung und die Ernst-Löchelt-Stiftung für Kinder- und Jugendhilfe in Bottrop, wichtige finanzielle Unterstützung. Wir würden und über weitere Interessierte zu tatkräftiger oder finanzieller Unterstützung freuen, gerne können Sie sich bei Yasemin Özbey melden: