Verwaltung informiert zur Feuerwache I
Neubau an der Josef-Albers-Straße
Die Stadt Bottrop hat in einem Gespräch Vertreterinnen und Vertreter der Ratsfraktionen und Ratsgruppen über den aktuellen Stand der Planungen zum Neubau der Feuer- und Rettungswache I informiert. Dabei ging es um den zeitlichen Rahmen, die Kostenprognose und notwendige verkehrliche Maßnahmen. Zentrales Ziel für das größte Infrastrukturvorhaben der kommenden Jahre ist die termingerechte Umsetzung, betonen die Planer.
Der Neubau der Feuerwache I soll auf einem Grundstück an der Kirchhellener Straße/Josef-Albers-Straße entstehen. An dem Standort wird neben der Berufsfeuerwehr auch die Freiwillige Feuerwehr Altstadt, die Jugendfeuerwehr, der Rettungsdienst sowie die Leitstelle angesiedelt sein. Darüber hinaus sind Ausbildungsbereiche, Sportflächen, Verwaltung, Lager- und Werkstattbereiche sowie ein arbeitsmedizinisches Zentrum vorgesehen. Mit der Generalplanung für das Projekt wurde das Planungsbüro agn beauftragt. Bei dem Neubau wird eine nachhaltige Bauweise mit effizienter Flächennutzung verfolgt.
Die Standortentscheidung wurde bereits 2022 getroffen. 2023 hatte der Rat der Stadt Bottrop den Planungsbeschluss gefasst. Derzeit laufen die Bauleitplanung und die Objektplanung parallel, um das Projekt möglichst zügig voranzubringen. Nachdem im 1. Quartal 2027 der Satzungsbeschluss gefasst werden soll, könnte entsprechend im 2. Quartal 2027 der Baubeschluss verabschiedet werden. Geplanter Baubeginn ist im Jahr 2028. Dabei sei die Termintreue eines der wichtigsten Projektziele.
Im Rahmen des interfraktionellen Gesprächs wurde auch über die aktuelle Kostenprognose informiert. Nach derzeitigem Stand wird für den Neubau der Feuerwache 1 mit 153 Millionen Euro Baukosten gerechnet. Die Summe deckt sich nahezu mit denen im Haushalt der Stadt Bottrop dafür eingestellten 156 Millionen Euro. Im Risikoregister des Projekts sind zusätzliche mögliche Kosten bei einem Risikoeintritt im weiteren Verlauf aufgeführt, denen teilweise im Risikomanagement begegnet werden kann. Sie belaufen sich auf eine Summe von 16 bis 22 Millionen Euro – die ganz oder teilweise erforderlich werden können, aber nicht müssen.
Ein wichtiger Bestandteil der Planungen ist die verkehrliche Erschließung der neuen Feuerwache. Die Alarmausfahrt der Feuerwache ist an der Josef-Albers-Straße vorgesehen. Für notwendige Straßenbaumaßnahmen, die unter anderem eine Verbreiterung der Straße vorsehen, stehen voraussichtlich 2028 die Arbeiten an. Derzeit gehen die Planer davon aus, dass die Josef-Albers-Straße während dieser Phase für bis zu fünf Monate voll gesperrt werden muss. Die Stadt Bottrop hat bereits Abstimmungsgespräche mit den nahegelegenen Knappschaft Kliniken, Marienhospital Bottrop, dem Öffentlichen Personennahverkehr sowie mit weiteren Betroffenen geführt. Für die Buslinie zum Krankenhaus werden alternative Strecken eingerichtet. Über das weitere Vorgehen wird auch in der kommenden Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses (16. April 2026) informiert.
Bereits in diesem Jahr stehen weitere vorbereitende Schritte an. Dazu gehört unter anderem die Überprüfung auf Kampfmittel. Hintergrund sind festgestellte Verdachtspunkte im Bereich des Knotenpunkts der L 613.