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© Stadt Bottrop

Große Fortschritte bei der Radvorrangroute

Die vorbereitenden Arbeiten im ersten Bauabschnitt sind abgeschlossen. Jetzt beginnt der Bau des ersten Teilstückst der attraktiven und schnellen Städteverbindung zwischen Bottrop und Gladbeck.

Zwischen Bottrop und Gladbeck entsteht derzeit eine neue Radvorrangroute. Sie ist als attraktive und schnelle Städteverbindung zwischen Bottrop und Gladbeck geplant und geht in die konkrete Realisierung. Die Bauarbeiten am ersten Abschnitt schreiten planmäßig voran und zeigen bereits deutliche Fortschritte. Oberbürgermeister Matthias Buschfeld und Gladbecks Bürgermeisterin Bettina Weist waren am Montag, 30. März 2026 auf der Baustelle vor Ort, um sich selbst ein Bild von dem Baufortschritt zu machen.

Von links: Oberbürgermeister Matthias Buschfeld, Technischer Beigeordneter Klaus Müller und Gladbecks Bürgermeisterin Bettina Weist.© Stadt Bottrop

"Ich freue mich, dass dieses Projekt zügig voran geht", sagt Oberbürgermeister Mathias Buschfeld. "Es ist die größte Baumaßnahme, die wir in Bottrop jemals für den Radverkehr getätigt haben. Mit der neuen Radvorrangroute stärken wir eine emissionsfreie Mobilität durch eine attraktive Verbindung zwischen den Städten Bottrop und Gladbeck. Darüber hinaus legen wir den Grundstein für eine gute regionale Anbindung des Radverkehrs der Stadt Bottrop über die Stadtgrenzen hinaus, denn auch in Richtung Essen ist ein solche Verbindung sinnvoll und nötig."

"Wer auf dem Weg zur Arbeit zwischen Gladbeck und Bottrop unterwegs ist, merkt schnell: Der Alltag macht an der Stadtgrenze keinen Halt", sagt Gladbecks Bürgermeisterin Bettina Weist. "Genau deshalb müssen wir Mobilität gemeinsam denken und über Grenzen hinweg planen. Die Radvorrangroute auf der ehemaligen RAG-Bahntrasse ist dafür ein gutes Beispiel und zeigt, wie gut interkommunale Zusammenarbeit in der Praxis funktioniert. Sie verbindet unsere Städte sinnvoll miteinander und fügt sich perspektivisch in das regionale Radwegenetz ein. Damit setzen wir einen wichtigen Impuls zur Stärkung des Radverkehrs und schaffen attraktive, alltagstaugliche Alternativen zum Auto."

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Die Strecke führt überwiegend über die ehemaligen Bahntrasse der RAG . Sie beginnt in Bottrop an der Bahnhofstraße und führt am Alpincenter und Tetraeder vorbei bis zur Boye-Brücke an der Stadtgrenze zu Gladbeck. Dort wird sie dann entlang des Haarbachs weiterführen. Für den ersten Bauabschnitt sind jetzt die vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen. Dazu gehörten Rodungen, um die Trasse freizulegen und der Einbau einer Schottertragschicht auf einer Länge von 1,3 Kilometern. Sie ist das Fundament für den späteren Asphaltbelag des vier Meter breiten Radwegs.

Parallel zu den Arbeiten vor Ort laufen die umfangreichen Ingenieurleistungen für die weitere Detailplanung der Rampen und Stützwände auf Hochtouren. Hierzu gehören die Erstellung der statischen Berechnungen sowie die technische Planung der Zugänge zur Radvorrangroute, die unter anderem Stützwände aus Beton und Gabionen umfassen sollen.

Bottrop ist mit dem Ausbau des Radverkehrs gut aufgestellt, denn mit dem Bau dieses Teilabschnitts und dem geplanten Umbau der Bahnhofstraße bis 2027 entsteht eine nahezu durchgehende, weitgehend kreuzungsfreie Radverbindung von Gladbeck bis zur Polderstraße. Der bereits vorhandene Abschnitt zwischen Nierfeldweg und Bahnhofstraße verfügt schon heute über gut ausgebaute Radwege, erreicht jedoch noch nicht die Qualität einer Radvorrangroute.

"Bottrop geht damit in Vorleistung", sagt der Technische Beigeordnete Klaus Müller. "Wir hoffen, dass Straßen.NRW den weiteren Ausbau Richtung Essen schnell realisieren wird. Ziel ist eine hochwertige Verbindung von Gladbeck über Bottrop nach Essen."

Neue Brücke über die Boye

Die Boye, die unter der alten Bahntrasse verläuft und darüber die Brücke.© Stadt Bottrop

Der Startschuss fiel im Dezember 2025. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich über rund 2,85 Kilometer vom Nierfeldweg bis zur Brücke über die Boye an der Stadtgrenze zu Gladbeck, wo der Neubau einer Brücke über die Boye den Abschluss bildet. Dieser Brückenneubau ist für das Frühjahr 2027 geplant, unmittelbar nach Beendigung der Asphaltarbeiten im ersten Bauabschnitt. Die Planung für die neue Boye-Brücke ist bereits abgeschlossen; die abschließende Prüfung steht derzeit noch aus. Die Ausschreibung für dieses Bauwerk wird in den kommenden Sommermonaten erfolgen.

Der neue Radweg beinhaltet auch die Unterquerung von vier Brückenbauwerken (Batenbrockstraße, Horster Straße, Scharnhölzstraße und Industriestraße) und die Errichtung von insgesamt drei Rampen, die den Zugang zur Route erleichtern werden. Ziel ist es, eine sichere, barrierefreie und attraktive Verbindung für Radfahrer zu schaffen.

Eckdaten für den ersten Bauabschnitt

  • Länge ca. 2,85 km

  • Baubeginn: Dezember 2025

  • Bauzeit: geplant 14 Monate (und aktuell realisierbar)

  • Bodenaushub: ca. 17.500 Kubikmeter gesamt

  • Asphaltflächen (Tragschicht und Deckschicht): ca. 13.500 Quadratmeter

  • Installation von 86 Solarleuchten entlang der Strecke

Zweiter Bauabschnitt auf Bottroper Gebiet folgt

Der Bau des nächsten Bauabschnitts der Radvorrangroute soll auf Bottrop Gebiet nach aktueller Planung unmittelbar nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes erfolgen. Er beginnt am Nierfeldweg und verläuft in südlicher Richtung bis zur ehemaligen Brücke über die Gleise der Deutschen Bahn parallel zur Tetraeder-Halde. Hier soll eine neue Leichtmetallbrücke entstehen und dabei die noch vorhandenen Widerlager der ehemaligen Brücke der RAG-Bahn nutzen. Dahinter wird die Trassen parallel zu den DB-Gleisen auf dem bestehenden Rad- und Gehweg verlaufen. Allerdings wird dieser saniert und ertüchtigt und ebenfalls zu einem vier Meter breiten asphaltierten Weg ausgebaut.

Zweiter Bauabschnitt auf Bottroper Gebiet folgt

Der Bau des nächsten Bauabschnitts der Radvorrangroute soll auf Bottrop Gebiet nach aktueller Planung unmittelbar nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes erfolgen. Er beginnt am Nierfeldweg und verläuft in südlicher Richtung bis zur ehemaligen Brücke über die Gleise der Deutschen Bahn parallel zur Tetraeder-Halde. Hier soll eine neue Leichtmetallbrücke entstehen und dabei die noch vorhandenen Widerlager der ehemaligen Brücke der RAG-Bahn nutzen. Dahinter wird die Trassen parallel zu den DB-Gleisen auf dem bestehenden Rad- und Gehweg verlaufen. Allerdings wird dieser saniert und ertüchtigt und ebenfalls zu einem vier Meter breiten asphaltierten Weg ausgebaut.

2027 Baubeginn in Gladbeck

In Gladbeck wird die Radvorrangroute bis in den Stadtteil Ellinghorst entlang des Haarbachs verlaufen. Dieser Abschnitt ist mit rund einem Kilometer wesentlich kürzer und kommt ohne komplexe technische Bauwerke aus, was eine vergleichsweise kurze Bauzeit ermöglicht. Da dieses Teilstück jedoch erst im Verbund mit der Bottroper Strecke seine volle Netzwirkung entfaltet, ist eine zeitlich abgestimmte Fertigstellung sinnvoll, um einen isolierten Ausbau ohne unmittelbaren Mehrwert für den Radverkehr zu vermeiden.

Der Zeitplan sieht deshalb vor, die Planungsleistungen im Jahr 2026 zu vergeben und den notwendigen Förderantrag bis zum 31. Mai 2026 einzureichen. Ein Baubeginn ist für das Jahr 2027 angezielt, um den Anschluss an die bereits fortschreitenden Baumaßnahmen auf Bottroper Stadtgebiet zeitnah herzustellen.

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