Sichere Trinkwasserversorgung bei trockenem Sommer
RWW sieht Bottrop auch bei anhaltender Trockenheit gut aufgestellt
Die sommerlichen Temperaturen der vergangenen Wochen sorgen vielerorts für gute Stimmung. Gleichzeitig stellt sich angesichts der anhaltend trockenen Wetterlage die Frage, wie es um die Wasserversorgung in Bottrop bestellt ist. Nach Angaben der RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft ist die Trinkwasserversorgung auch bei einem weiterhin trockenen Frühjahr und einem anschließenden heißen Sommer gesichert.
„Wasservorräte sind ausreichend vorhanden. Menschen und Betriebe müssen sich keine Sorgen machen. Selbst eine weiter steigende Nachfrage können wir bedienen“, erklärt Jürgen Raspl vom Betriebsmanagement der Wasserwerke.
Im vergangenen Jahr lieferte die RWW rund 9,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser über das rund 390 Kilometer lange Bottroper Leitungsnetz an Haushalte und Unternehmen. Damit lag die abgegebene Wassermenge leicht über dem Niveau des Vorjahres.
Für die Versorgung der Stadt nutzt die RWW zwei unterschiedliche Rohwasserquellen. Der südöstliche Teil Bottrops wird mit aufbereitetem Ruhrwasser versorgt, das im Wasserwerk Mülheim gewonnen wird. Die Wasserführung der Ruhr wird durch den Ruhrverband über die Talsperren im Sauerland gesteuert. Am 27. Mai lag deren Füllstand bei 92,2 Prozent.
Um auch in längeren Trockenphasen ausreichend Wasser bereitstellen zu können, darf der Ruhrverband seine Talsperren seit einer Ende 2024 vom nordrhein-westfälischen Landtag beschlossenen Regelung flexibler bewirtschaften. Dadurch kann die Trinkwasserversorgung entlang der Ruhr auch bei anhaltender Trockenheit zuverlässig sichergestellt werden. Mengenengpässe gelten nach Einschätzung der Fachleute selbst vor dem Hintergrund des Klimawandels als unwahrscheinlich.
Der übrige Teil des Stadtgebiets wird vom RWW-Standort in Dorsten aus versorgt. Dort stammt das Rohwasser aus den sogenannten Halterner Sanden. Das Grundwasser wird aus Tiefen zwischen 80 und 120 Metern gefördert und zeichnet sich bereits von Natur aus durch eine sehr hohe Qualität aus. Vor der Einspeisung in das Trinkwassernetz muss lediglich das enthaltene Eisen entfernt werden.