Baustellen im öffentlichen Verkehrsraum können den Verkehr stark beeinflussen. Um Verkehrsbehinderungen zu minimieren, Schnittstellen zwischen verschiedenen Arbeiten abzustimmen und Ressourcen besser zu planen, koordiniert das Straßenverkehrsamt der Stadt Bottrop größere Baumaßnahmen.
Was bedeutet Baustellenkoordination konkret?
Das Straßenverkehrsamt lädt alle Beteiligten zu einem Koordinierungsgespräch ein, wenn eine Baustelle:
- Auf einer Straße des städtischen Vorbehaltsnetzes liegt,
- sie länger als drei Monate dauert, oder
- größere Auswirkungen auf den Verkehr hat (z. B. mehrere Aufgrabungen in einem Abschnitt).
- Überschneidungen mit anderen größeren Baumaßnahmen und/oder Veranstaltungen usw.
Dabei werden Zeitplan, Verkehrsführung und Besonderheiten angesprochen, damit Arbeiten aufeinander abgestimmt und Engpässe reduziert werden.
Wie läuft die Koordination ab?
- Bauunternehmen oder Antragsteller reichen einen Antrag ein.
- Das Koordinierungsgespräch findet einmal monatlich statt.
- Nach dem Gespräch erhalten alle Beteiligten ein Protokoll mit den abgestimmten Maßnahmen.
- Erst danach kann die straßenverkehrsrechtliche Genehmigung zur Durchführung beantragt werden.
Was passiert bei Änderungen?
Wenn sich eine Baustelle zeitlich verschiebt, muss ggf. ein neuer Antrag auf Koordinierung gestellt werden.
Welche Vorteile hat die Koordination für BürgerInnen und Firmen?
- Geringere Verkehrsbelastung durch bessere Planung
- Vermeidung gleichzeitiger Sperrungen in der Nähe
- Klare Zeitpläne für Anwohner und Betriebe
- Rechtssicherheit für Bauunternehmen
Neben den geplanten Maßnahmen kommt es darüber hinaus oftmals zu ungeplanten Notmaßnahmen. Dies ist dann der Fall, wenn Leitungen im Erdreich kaputt gehen. Dann sind Sofortmaßnahmen durch die Versorgungsunternehmen zu ergreifen, um das Schadensausmaß gering zu halten. Diese Sofortmaßnahmen führen oftmals bei Bürgerinnen und Bürgern dazu, dass Baumaßnahmen als nicht abgestimmt wahrgenommen werden.