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Umgestaltung des Alten Marktplatzes in Kirchhellen

Machbarkeitsstudie soll Möglichkeiten für eine klimaangepasste Aufwertung des Platzes untersuchen

Die Stadt Bottrop will die Möglichkeiten zur klimaangepassten Umgestaltung des Alten Marktplatzes in Kirchhellen untersuchen lassen. Eine Machbarkeitsstudie soll zunächst klären, welche Maßnahmen zur Entsiegelung, Begrünung und nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung auf der Fläche technisch umsetzbar sind. Die Stadtverwaltung hat das geplante Vorgehen in der Bezirksvertretung Kirchhellen am 3. November vorgestellt.

„Mit der Machbarkeitsstudie schaffen wir die Grundlage, um die Zukunft des Alten Marktplatzes in Kirchhellen gezielt anzugehen. Unser Ziel ist es, den Platz klimaangepasst aufzuwerten, mehr Grün zu schaffen und gleichzeitig die vorhandenen Parkmöglichkeiten weitgehend zu erhalten. Dafür müssen wir zunächst prüfen, welche Maßnahmen vor Ort technisch sinnvoll und umsetzbar sind“, erklärt der Technische Beigeordnete Klaus Müller.

Derzeit wird die Fläche des Alten Marktplatzes als Parkplatz genutzt und ist nahezu vollständig versiegelt. Insbesondere in den Sommermonaten führt die fehlende Begrünung zu einer erhöhten Hitzebelastung. Bereits in der Vergangenheit war daher in der Bezirksvertretung Kirchhellen der Wunsch nach einer gestalterischen Aufwertung des Platzes geäußert worden. Aufgrund begrenzter personeller und finanzieller Kapazitäten konnte das Vorhaben bislang jedoch nicht weiterverfolgt werden.

Die Mitglieder der Bezirksvertretung begrüßten das geplante Vorhaben zur Umgestaltung des Alten Marktplatzes ausdrücklich.

Machbarkeitsstudie als Grundlage für weitere Planungen

Mit der geplanten Machbarkeitsstudie soll nun ein erster wichtiger Schritt zur möglichen Neugestaltung erfolgen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der Platz klimaangepasst aufwerten lässt, ohne seine Funktion als Parkplatz wesentlich einzuschränken. Dazu sollen insbesondere die Versickerungsfähigkeit des Bodens und die Möglichkeiten einer teilweisen Entsiegelung untersucht werden. Auch die Frage, ob und in welchem Umfang Regenwasser künftig vor Ort versickern kann, anstatt in die Kanalisation abgeleitet zu werden, ist Bestandteil der Untersuchung.

Auf Grundlage der Ergebnisse soll ein erstes Gestaltungskonzept entwickelt werden. Denkbar sind beispielsweise zusätzliche Baumpflanzungen, bepflanzte Entwässerungsmulden oder der Einsatz von Rasengittersteinen. Diese Maßnahmen könnten dazu beitragen, die sommerliche Hitzebelastung zu reduzieren und Regenwasser besser auf der Fläche zurückzuhalten. Gleichzeitig soll ein weitgehender Erhalt der vorhandenen Stellplätze berücksichtigt werden.

Die Beauftragung der Machbarkeitsstudie ist für Anfang 2027 vorgesehen. Die Ergebnisse sollen möglichst im zweiten Quartal 2027 vorliegen. Dabei wird die Studie vollständig gefördert.

Ergebnisse entscheiden über weitere Umsetzung

Ob und in welcher Form der Alte Marktplatz tatsächlich umgestaltet werden kann, hängt maßgeblich von den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie ab. Sie bildet zugleich eine wichtige Grundlage für die Prüfung weiterer Fördermöglichkeiten.

Sollte sich eine klimaangepasste Umgestaltung als technisch machbar und zweckmäßig erweisen, könnte die Umsetzung im Rahmen der KRiS-Förderung als wasserwirtschaftlich relevante Einzelmaßnahme mit bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt werden. Alternativ käme eine Förderung über das ELKA-Programm mit einer Förderquote von bis zu 80 Prozent infrage.

Bei einem positiven Ergebnis der Machbarkeitsstudie und einer entsprechenden Fördermittelbewilligung, könnte die Umgestaltung des Alten Marktplatzes im Anschluss zeitnah auf den Weg gebracht werden.