Inhalt anspringen
Ähnliche Inhalte
Suche
© Stadt Bottrop

Unterzeichnungsfeier Circular Cities Declaration und Charta der Fairen Metropole Ruhr 2030

Bottrop setzt neue Maßstäbe

Bottrop bekennt sich erneut zu einer nachhaltigen, ressourcenschonenden und sozial gerechten Stadtentwicklung. Mit der Unterzeichnung der Charta der Fairen Metropole Ruhr 2030 sowie – als erste Stadt im Ruhrgebiet – der Circular Cities Declaration geht Bottrop konsequent den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Kommune.

Im Beisein zahlreicher Vertreter:innen aus Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft setzte Oberbürgermeister Bernd Tischler seine Unterschrift unter beide Erklärungen - ein klares Bekenntnis zu mehr sozialer Gerechtigkeit, Ressourcenschonung und Klimaschutz. 

„Nachhaltigkeit lokal und global denken“, lautet das Leitmotiv von Oberbürgermeister Tischler. „Mit der Unterzeichnung dieser beiden Erklärungen zeigen wir, dass soziale und ökologische Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Bottrop nimmt seine Verantwortung ernst und will eine Vorreiterrolle einnehmen – im Ruhrgebiet und darüber hinaus“, so Tischler weiter. „Diese Initiativen sind für uns nicht nur ein Bekenntnis, sondern auch ein Ansporn, den Wandel in unserer Stadt aktiv zu gestalten.“

Im Vorfeld der feierlichen Unterzeichnung kamen Vertreter:innen aus Verwaltung, Bildung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu einer Podiumsdiskussion zusammen, um ihre Perspektiven auf die Herausforderungen und Chancen einer nachhaltigen Stadtentwicklung in Bottrop zu teilen.

Die von Tibor Meingast moderierte Gesprächsrunde lieferte wertvolle Impulse und machte deutlich: Nachhaltiges Handeln wird in Bottrop bereits in vielen Bereichen aktiv gelebt – von der Bildung über die Stadtverwaltung bis hin zur Wissenschaft. Gleichzeitig wurde aber auch sichtbar, wo noch ungenutzte Potenziale liegen und welche weiteren Schritte notwendig sind, um Bottrop als nachhaltige und gerechte Stadt weiterzuentwickeln.

Ein zentrales Fazit der Diskussion war, dass die beiden Themenfelder der unterzeichneten Erklärungen – Kreislaufwirtschaft und Fairer Handel – nicht getrennt voneinander betrachtet werden sollten. Vielmehr wurde deutlich, dass soziale und ökologische Nachhaltigkeit zusammen gedacht und gemeinsam in der Stadtgesellschaft verankert werden können.

© Stadt Bottrop

Kreislaufwirtschaft als Zukunftsmodell

Im Mittelpunkt der Circular Cities Declaration steht der systemische Wandel hin zu einer kreislauforientierten Stadtentwicklung. Ziel ist es, Ressourcen effizient zu nutzen, Klimaneutralität zu erreichen und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Bottrop setzt dabei verstärkt auf nachhaltige Produkte in der öffentlichen Beschaffung und will die Bürgerinnen und Bürger für die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft sensibilisieren. Mit der Unterzeichnung der Circular Cities Declaration tritt Bottrop als erste Stadt im Ruhrgebiet einem europäischen Netzwerk bei, das den Wandel zu einer ressourcenschonenden, abfallarmen und innovativen Stadtgestaltung fördert. Die Erklärung fordert klare Strategien für die Kreislaufwirtschaft und zielt auf die Sensibilisierung von Verwaltung, Bürgern und Unternehmen. Lokale Akteure wie Zivilgesellschaft, Privatsektor und Forschung sollen aktiv in den Übergangsprozess eingebunden werden.

Fairer Handel als Grundlage nachhaltiger Entwicklung

Bottrop ist seit 2021 Fairtrade-Town – eine Auszeichnung, die 2023 erfolgreich erneuert wurde. Großen Anteil daran hat die engagierte Steuerungsgruppe der Fairtrade-Town-Kampagne, die mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen das Bewusstsein für fairen Handel in der Stadt kontinuierlich stärkt.

Ein weiterer Meilenstein folgt nun mit der Unterzeichnung der Charta der Fairen Metropole Ruhr 2030. Diese ruft Städte, Gemeinden und Kreise auf, Verantwortung für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und nachhaltiges Wirtschaften zu übernehmen.

„Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bilden die Grundlage für das gemeinsame Handeln: für mehr Klimaschutz, für weniger Ausbeutung, für mehr Nachhaltigkeit“, betont Markus Heißler, Sprecher des Netzwerks Faire Metropole Ruhr.Die enge Zusammenarbeit mit der Initiative Faire Metropole Ruhr unterstreicht das Engagement für soziale Verantwortung und faire Wirtschaftsstrukturen. Mit der Charta verpflichtet sich die Stadt Bottrop, den Fairen Handel noch stärker in der Verwaltung und bei städtischen Veranstaltungen zu verankern und faire Bildungsangebote in Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen zu fördern.

© Stadt Bottrop

Gemeinsam für eine gerechte Zukunft

Durch die enge Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen, kirchlichen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Akteur:innen setzt Bottrop konsequent auf eine nachhaltige Stadtentwicklung, die ökologische, ökonomische und soziale Aspekte miteinander verbindet. Die Kombination von Kreislaufwirtschaft und Fairem Handel soll Bottrop langfristig als Modellkommune für eine zukunftsfähige, resiliente und gerechte Stadtentwicklung etablieren.