PottInklusiv stärkt Inklusion im Berufsleben
Unternehmerabend zeigt Chancen und Unterstützungsangebote für Unternehmen auf
Wie gelingt Inklusion im Arbeitsleben und welche Unterstützung erhalten Unternehmen dabei? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Unternehmerabend „PottInklusiv“, zu dem insgesamt 75 Unternehmen eingeladen wurden. Ziel der Veranstaltung war es, Unternehmen über Möglichkeiten der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zu informieren, den Austausch zu fördern und ein Netzwerk für gelebte Inklusion aufzubauen. Darüber hinaus machen Unternehmen zukünftig mit Nutzung des Logos „PottInklusiv“ direkt sichtbar, dass sie Menschen mit Behinderungen beschäftigen.
Menschen mit Behinderungen leisten einen wichtigen Beitrag zum Arbeitsmarkt und können Unternehmen dabei unterstützen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Gleichzeitig profitieren Betriebe von einer vielfältigen Belegschaft und den zahlreichen Beratungs- und Förderangeboten, die ihnen bei der Integration zur Verfügung stehen.
Ein Praxisbeispiel stellte Arnd Schreiner, Geschäftsbereichsleiter der Bottroper Werkstätten, vor. Bereits in rund 100 Fällen konnten Arbeitsplätze unter anderem in den Bereichen Logistik, Senioreneinrichtungen und Gastronomie erfolgreich vermittelt werden. Gleichzeitig wirke sich die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen positiv auf das Betriebsklima aus. Die Bereitschaft, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen, fördere einen wertschätzenden Umgang innerhalb der gesamten Belegschaft.
„Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe gelingen nur gemeinsam. Deshalb ist das Mitwirken der lokalen und regionalen Unternehmerinnen und Unternehmer unerlässlich, wenn wir Menschen mit Behinderungen den Einstieg in das Berufsleben ermöglichen wollen. Wir sind uns einig, dass wir neue Wege gehen müssen, um bestehende Potenziale zu nutzen und allen Menschen faire Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Davon profitieren am Ende die Beschäftigten, die Unternehmen und unsere gesamte Stadtgesellschaft“, betont Oberbürgermeister Matthias Buschfeld.
Auch Keven Forbrig von der Wirtschaftsförderung der Stadt Bottrop betonte die Bedeutung der Initiative. „Perspektivisch brauchen wir jeden für den Arbeitsmarkt“, sagte er. PottInklusiv sei deshalb ein wichtiger Baustein der Fachkräfteoffensive. Unternehmen würden bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen umfassend begleitet und unterstützt. „Es ist besser, Arbeit zu finanzieren als Arbeitslosigkeit“, so Forbrig.
Die Initiative entstand im Unterausschuss Arbeit Bottrop, der auf einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und der Stadt Bottrop basiert. Gemeinsam informierten die beteiligten Institutionen an Infoständen über Beratungs-, Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten.
Am Unternehmerabend beteiligt waren das Sozialamt und die Wirtschaftsförderung der Stadt Bottrop, das Diakonische Werk mit den Bottroper Werkstätten, die Agentur für Arbeit, das Jobcenter Bottrop, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sowie der Integrationsfachdienst Gelsenkirchen. Sie standen den teilnehmenden Unternehmen für individuelle Fragen und persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung.