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„Niemand will unfair sein“

Bottrop bleibt zwei weitere Jahre Fairtrade-Stadt

Anke Büker-Mamy (v.r.) überreicht das Fairtrade-Zertifikat an Oberbürgermeister Matthias Buschfeld. Zur Steuerungsgruppe gehören Nora Schrage-Schmücker, Corinna Bauer und Birgit Offert.© Stadt Bottrop

Bottrop bleibt Fairtrade-Stadt. Seit 2021 achteten zahlreiche Akteure darauf, Produkte mit dem blau-gelben Logo anzubieten. Jetzt wurde das Zertifikat für weitere zwei Jahre verlängert. Die Steuerungsgruppe um Anke Büker-Mamy hat die Zertifizierungs-Urkunde an Oberbürgermeister Matthias Buschfeld überreicht.

Büker-Mamy beobachtet eine immer breitere Akzeptanz von Fairtrade-Produkten. „Es will niemand unfair sein“, sagt sie. Immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten seien bereit, hierfür etwas mehr zu zahlen. Auf Speisekarten und bei Discountern gehören fair gehandelter Kaffee, Schokolade und Orangen zur Normalität. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher seien bereit, einen Beitrag zu leisten, damit die Produzentinnen und Produzenten in den armen Weltregionen für ihre Arbeit fair entlohnt werden.

Das Fairtrade-Logo findet sich auf immer mehr Produkten.© Fairtrade-Deutschland

Oberbürgermeister Matthias Buschfeld erklärt, dass sich auch die Stadtverwaltung bei der Beschaffung an den Fairtrade-Kriterien orientiert. Dazu habe sich Bottrop mit der Charta der Fairen Metropole Ruhr verpflichtet. Ihn beeindruckt das Engagement der Steuerungsgruppe bei den Jugendlichen. Beispielhaft bezieht er sich auf den Fair-o-mat an der Willy-Brandt-Gesamtschule. Eine Schüler-AG kümmert sich um einen Automaten, der regelmäßig mit Fairtrade-Snacks aufgefüllt wird. „Damit dockt die Schule niederschwellig bei den Jugendlichen an. Das Engagement wird einen Effekt haben, denn die Einschätzung, die Jugend sei unpolitisch, stimmt nicht“, sagt Oberbürgermeister Buschfeld.

Das Zertifikat bestätigt die Erfüllung aller Kriterien der Kampagne der Fairtrade-Städte und bescheinigt Bottrop eine Vorreiterrolle bei dem Einsatz für faire Handelsbeziehungen, die benachteiligten Produzentengruppen zu einem verbesserten Einkommen verhilft.