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© Stephan Schuetze

Freiheit Emscher ist ein Schlüsselprojekt gegen Flächenknappheit

Projekt beim ersten Wirtschaftsflächengipfel Ruhr 2026 präsentiert

Beim ersten Wirtschaftsflächengipfel Ruhr 2026 haben führende Wirtschaftsverbände, Kammern und Institutionen eindringlich auf die wachsende Knappheit an Gewerbeflächen im Ruhrgebiet hingewiesen. An der Veranstaltung, die am 22. April 2026 in Dortmund stattfand, hatte auch Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld teilgenommen. Als eines der positiven Beispiele im Ruhrgebiet wurde das Projekt Freiheit Emscher präsentiert.

"Strategische Bedeutung von Gewerbe- und Industrieflächen". NRW-Wirtschaftministerin Mona Neubaur© Stephan Schuetze

Während die Flächenknappheit als zentrales Hemmnis für das wirtschaftliche Wachstum gesehen wird, zählt das Projektgebiet zwischen Bottrop und Essen zählt zu den größten Flächenentwicklungen in Nordrhein-Westfalen und umfasst ehemalige Bergbaustandorte, die zu modernen Gewerbe- und Innovationsflächen umgewandelt werden. Ziel ist es, neue Arbeitsplätze zu schaffen, zukunftsorientierte Branchen anzusiedeln und gleichzeitig ökologische sowie klimabezogene Anforderungen zu erfüllen.

Gernot Pahlen, Geschäftsführer der Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft nannte in seiner Präsentation die 150 Hektar brutto Entwicklungsfläche einen seltenen "Schatz", von dem nachhaltige Impulse für Wachstum und Wohlstand in der Region ausgehen. Das Projekt zeige, dass die Revitalisierung von Bergbaubrachen ein Motor für eine wirtschaftsstarke, lebenswerte und klimagerechte Stadt von morgen ist. Die strategische Bedeutung von Gewerbe- und Industrieflächen für die Wettbewerbsfähigkeit hatte zuvor NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur in ihrem Impulsvortrag auf der Veranstaltung betont.

Matthias Buschfeld (2. Reihe links) unter den Vertretern der Kommunen der Metropole Ruhr.© Stephan Schuetze

Aus Bottroper Sicht ist da Projekt zudem eines der wichtigsten Impulse für den an Altindustrien geprägten Süden der Stadt. "Wir können stolz sein, dass wir mit unseren Flächen und unserem Vorhaben im Süden von Bottrop ein Teil des größten Städtebauprojektes in Nordrhein-Westfalen und diese Größenordnung auch bundes -und europaweit eine Top-Platzierung hat. Mit Freiheit Emscher setzen wir Maßstäbe", sagt Oberbürgermeister Matthias Buschfeld. "Besonders darüber, dass die Kooperation mit der Stadt Essen und der RAG gut funktioniert setzt ein Zeichen über unsere Stadtgrenze hinweg."

Freiheit Emscher wird als eines der bedeutendsten Flächenpotenziale im Ruhrgebiet bewertet. In einer Region, in der verfügbare Gewerbeflächen zunehmend rar sind, bietet das Projekt die Chance, dringend benötigten Raum für wirtschaftliche Entwicklung bereitzustellen. Gleichzeitig steht es exemplarisch für den Strukturwandel: ehemalige Industrieareale werden zu nachhaltigen, vernetzten Stadträumen transformiert, in denen Wirtschaft, Umwelt und Lebensqualität zusammen gedacht werden.

Durch die enge Zusammenarbeit von Kommunen, Wirtschaft und weiteren Partnern zeigt Freiheit Emscher, wie die Revitalisierung brachliegender Flächen einen wesentlichen Beitrag zur Lösung der Flächenknappheit leisten kann. Damit wird das Projekt nicht nur zu einem wichtigen Baustein für die wirtschaftliche Zukunft des Ruhrgebiets, sondern auch zu einem Modell für nachhaltige Flächenentwicklung in ehemaligen Industrieregionen.