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Digitaler Produktpass (DPP)

Aus Pflicht wird Vorsprung

Der Digitale Produktpass (DPP) war lange nur ein Thema für Vorträge und Roadmaps – jetzt wird er konkret. Seit Juli 2026 ist das zentrale EU-Register für Produktpässe live, und ab Februar 2027 wird mit dem Batteriepass der erste verpflichtende DPP Realität. Weitere Produktgruppen folgen Schritt für Schritt. Entscheidend dabei: Die Pflicht richtet sich nach der Produktart, nicht nach der Unternehmensgröße – auch kleine und mittlere Betriebe sind betroffen, sobald sie ein entsprechendes Produkt in der EU verkaufen.

Der DPP selbst ist dabei kein neues Datensilo, sondern ein standardisierter, meist über QR-Code oder RFID abrufbarer Verweis auf Informationen, die Unternehmen im Grunde längst besitzen (oder besitzen sollten) – zu Materialzusammensetzung, CO2-Fußabdruck, Reparierbarkeit oder Lieferkette. Die eigentliche Herausforderung liegt daher weniger in der Technik als in der Datenqualität und -beschaffung entlang der Lieferkette. Laut einer aktuellen KPMG-Studie haben über 80 Prozent der betroffenen Unternehmen dafür noch keinen Plan – dabei kann eine Umsetzung schnell sechs bis 24 Monate dauern.

Wer jetzt startet, verschafft sich einen echten Vorteil: schnellere Antworten auf Kundenanfragen und Ausschreibungen sowie den Zugang zu neuen, zirkulären Geschäftsmodellen wie Reparatur oder Product-as-a-Service. 

Greentech.Ruhr von der Business Metropole Ruhr hat mit Expert:innen der Hochschule Ruhr West darüber gesprochen, was das konkret für den Mittelstand und Handwerksbetriebe im Ruhrgebiet bedeutet – und welche ersten Schritte sich lohnen: