Bottrop setzt ein Zeichen für Teilhabe und Vielfalt
Aktionswoche „Bottrop ist in(klusiv)“ feierlich am Malakoffturm eröffnet
Mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung am Malakoffturm ist am Freitag, 3. Juli 2026, die erste Aktionswoche „Bottrop ist in(klusiv)“ offiziell gestartet. Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Bottrop, des Bottroper Sportbundes, der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler setzten gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Teilhabe und Chancengleichheit.
Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert betonte die Bedeutung für die Stadt: „Mit dieser Aktionswoche möchten wir ein deutliches Zeichen für Vielfalt, Teilhabe und Chancengleichheit in unserer Stadt setzen. Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch dazugehört und die Möglichkeit erhält, seine Stärken einzubringen – unabhängig von individuellen Voraussetzungen.“
Ihr zeigt, was inklusiv bedeutet
Auch Andreas Bartz, Vorsitzender des Beirats für Menschen mit Behinderung, hob hervor, dass Inklusion in Bottrop bereits vielerorts gelebt werde: „Bottrop ist schon inklusiv. Wir machen eine ganze Menge, können aber immer noch besser werden. Ihr zeigt, was inklusiv bedeutet“, sagte er an die Schülerinnen und Schüler gerichtet. „Inklusivität wird hier gelebt, denn ihr gestaltet es miteinander. Ich wünsche Euch eine tolle Woche der Inklusion.“
Als symbolischer Auftakt stand eine gemeinsame Kletteraktion im Malakoffturm auf dem Programm. Schülerinnen und Schüler der Schule am Tetraeder sowie des Josef-Albers-Gymnasiums meisterten die Kletterwand gemeinsam und wurden dabei vom Bottroper Sportbund begleitet. Klettern fördert nicht nur Kraft, Koordination und Selbstvertrauen, sondern auch Teamgeist, gegenseitiges Vertrauen und das Überwinden persönlicher Grenzen – Werte, die auch für eine inklusive Gesellschaft von großer Bedeutung sind.
Wie viel Freude das gemeinsame Klettern bereitet, berichteten auch die Teilnehmenden selbst. Die 13-jährige Jasmina erklärte: „Mir macht das Klettern sehr viel Spaß. Ich schaue mir vorher die bunten Elemente an der Kletterwand an und dann geht's hoch.“ Adam (15) ergänzt: „Man muss sich konzentrieren, dann kann man da ganz schnell hoch. Ich klettere sehr gerne und mache sowieso gerne Sport. Beim VfB Bottrop spiele ich Fußball.“
Regina Schmitz von der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur begrüßte die Verbindung des besonderen Veranstaltungsortes mit der Aktionswoche: „Es ist toll, dass die Schülerinnen und Schüler regelmäßig in den Malakoffturm kommen, um hier zu klettern. Das Ganze dann mit der Woche der Inklusion zu verbinden, ist großartig. Dadurch wird das Denkmal noch bekannter. Die Schülerinnen und Schüler fühlen sich hier wie zuhause.“
Der Medienkurs des Berufskollegs hat den Auftakt der Inklusionswoche filmisch festgehalten und wird auch den weiteren Verlauf mit der Kamera begleiten. Anschließend werden die Schülerinnen und Schüler den fertig geschnittenen Film veröffentlichen.
Besser könnte die Woche der Inklusion nicht starten
Die Aktionswoche wurde gemeinsam vom Sozialamt, dem Regionalen Bildungsbüro, dem Bottroper Sportbund sowie dem Fachbereich Schule und Kindertagesbetreuung der Stadt Bottrop vorbereitet. Zahlreiche Kindertagesstätten, Schulen, Vereine, soziale Einrichtungen und Kulturinstitutionen beteiligen sich mit eigenen Aktionen. Sandra Seyer-Bons vom Fachbereich Schule und Kindertagesbetreuung betont insbesondere die Bedeutung für die Kitas: „Inklusion wird dort in Alltagssituationen sowieso gelebt und ist selbstverständlich. Aber wir haben auch noch viel vor uns, damit alle gemeinsam spielen und lernen können.“
Michael Schön vom Regionalen Bildungsbüro zeigte sich ebenfalls begeistert vom gelungenen Auftakt: „Die Location ist toll, die Schülerinnen und Schüler sind mit Begeisterung bei der Sache und wir haben tolle Helferinnen vom Josef-Albers-Gymnasium, die uns unterstützen. Besser könnte die Woche der Inklusion nicht starten. Wir freuen uns jetzt auf viele weitere Aktionen.“
Bis zum 10. Juli erwartet die Bürgerinnen und Bürger ein abwechslungsreiches Programm mit inklusiven Sportangeboten, kulturellen Veranstaltungen sowie zahlreichen Begegnungs- und Mitmachformaten. Dazu gehören unter anderem Kletter- und Indoor-Cycling-Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung, inklusive Fußball- und Judoveranstaltungen sowie Aktionen im Museumszentrum Quadrat.
Den Abschluss der Aktionswoche bildet am 10. Juli ein inklusives Sport- und Spielfest für KiTas, Grund- und Förderschulen im Jahnstadion Bottrop. Ergänzend präsentieren Vereine und Institutionen bei einem Rundgang gelungene Praxisbeispiele aus dem Bereich Inklusion.
Mit der Aktionswoche unterstreicht die Stadt Bottrop ihr Ziel, Inklusion sichtbar zu machen und Teilhabe im Alltag weiter auszubauen. Seit dem Beschluss des Inklusionsplans im Juni 2025 konnten bereits zahlreiche Startermaßnahmen umgesetzt werden. Dazu zählen unter anderem die barrierefreie Gestaltung von Veranstaltungen wie „Karneval für alle“ und dem neuen Safespace inklusive einer behindertengerechten Toilette auf dem Stadtfest, die Einführung der Aktionswoche „Bottrop ist in(klusiv)“, Sensibilisierungsmaßnahmen wie die Veröffentlichung von dem Rätselpixie „Finn entdeckt Bottrop“ für KiTa-Kinder, die Erweiterung des Familienportals um barrierefreie und inklusive Angebote sowie die Bestandsaufnahme und bessere Auffindbarkeit von Sportangeboten für Menschen mit Behinderungen. Damit setzt die Stadt ihren eingeschlagenen Weg zu einer offenen, vielfältigen und solidarischen Stadtgesellschaft konsequent fort.