Fotoprojekt: Vielfalt hat ein Gesicht
Menschen porträtieren Geschichten erzählen
Im Rahmen des im Juni 2025 beschlossenen Inklusionsplans liegt ein Schwerpunkt auf der Sensibilisierung sowie auf der Bewusstmachung der Bedeutung von Inklusion für das gesellschaftliche Zusammenleben. Inklusion ist weit mehr als die Schaffung barrierefreier Zugänge, sie bedeutet die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben und die Anerkennung von Vielfalt als selbstverständlichen Bestandteil unserer Stadtgesellschaft.
Menschen sichtbar machen – Vielfalt zeigen
Die Stadt Bottrop möchte mit dem Projekt „Vielfalt hat ein Gesicht. Menschen porträtieren Geschichten erzählen“ Vielfalt sichtbar machen, Menschen porträtieren, Geschichten erzählen genau hier ansetzen und durch Porträts von Menschen mit sichtbaren und nicht sichtbaren Behinderungen einen niedrigschwelligen, emotionalen und zugleich wirkungsvollen Zugang zum Thema schaffen. Die Fotografien sollen nicht die Behinderung selbst, sondern den Menschen dahinter, seine Persönlichkeit, seine Ausstrahlung und seine Individualität in den Vordergrund rücken.
Jede Person wird als einzigartiger Teil unserer Gesellschaft dargestellt. Dabei sollen sowohl sichtbare als auch nicht sichtbare Behinderungen vertreten sein, um die gesamte Vielfalt abzubilden. Besonders nicht sichtbare Behinderungen bleiben oft unerkannt, obwohl sie das Leben der Betroffenen maßgeblich beeinflussen. Viele Menschen leben mit chronischen Erkrankungen, psychischen Beeinträchtigungen, neurologischen Besonderheiten oder anderen Einschränkungen, die von außen nicht erkennbar sind. Dadurch entstehen häufig Missverständnisse, Vorurteile oder mangelndes Verständnis. Die Porträts und die damit verbundenen Geschichten können dazu beitragen, Aufmerksamkeit für diese oftmals übersehenen Lebensrealitäten zu schaffen und das Bewusstsein für die Vielfalt von Behinderung zu stärken. Genau hier setzt dieses Fotoprojekt an.
Auftakt am Tag der Teilhabe
Der offizielle Start des Projekts erfolgt im Rahmen des „Tag der Teilhabe“. Am 12. September richtet das Diakonische Werk im Batenbrockpark diesen Tag unter dem Motto „Unser Tag! Für alle!“ aus. An diesem Tag sollen gemeinsam mit dem Bottroper Künstler Michael Kaprol vom Künstlerbund Bottrop, die ersten Porträts von Besucherinnen und Besucher des Aktionstages erstellt werden.
Durch geplante Ausstellungen und der Veröffentlichung der Porträts sollen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, neue Perspektiven eröffnet werden und in der breiten Stadtgesellschaft das Bewusstsein dafür stärken, dass Menschen mit Behinderung selbstverständlich zu unserer Gemeinschaft gehören und diese aktiv mitgestalten. Bürgerinnen und Bürger sollen dazu angeregt werden, Menschen nicht aufgrund vermeintlicher Unterschiede zu beurteilen, sondern Gemeinsamkeiten zu entdecken. Die Ausstellung der Porträts soll deutlich machen, dass Inklusion nicht bedeutet, Unterschiede zu ignorieren, sondern sie als selbstverständlichen Bestandteil unserer Gesellschaft anzuerkennen.
Schwarz-Weiß als Ausdruck von Gemeinsamkeit
Für die fotografische Umsetzung werden bewusst Schwarz-Weiß-Porträts gewählt. Der Verzicht auf Farbe soll den Blick auf das Wesentliche lenken, den Menschen, seinen Ausdruck und seine Persönlichkeit. Farben, Kleidung oder andere äußere Reize treten in den Hintergrund, während Mimik, Emotionen und Charakter stärker hervortreten. Sie schaffen eine besondere Intensität und ermöglichen es den Betrachtenden, sich stärker auf die Person und ihre Geschichte einzulassen. Gleichzeitig werden Unterschiede im äußeren Erscheinungsbild weniger betont, wodurch die Gemeinsamkeit des Menschseins in den Vordergrund rückt. Die Bilder sollen dazu einladen, genauer hinzusehen und Menschen nicht nach äußeren Merkmalen, sondern nach ihrer Individualität wahrzunehmen.
Mitmachen und Teilhabe ermöglichen
Desto mehr Personen zusammengebracht werden, desto stärker rückt die Sichtbarmachung von Behinderungen im alltäglichen Leben in den Vordergrund. Interessierte können sich an das Sozialamt der Stadt Bottrop wenden: