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LWL: 41,3 Mio. Euro netto flossen nach Bottrop

2024 standen der Verbandsumlage in Höhe von 39,9 Mio. Euro Zuwendung in Höhe von 81,2 Mio. Euro entgegen.

Nach Angaben des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) steht die Stadt Bottrop mit einem Plus von 41,3 Mio. Euro dar, wenn man die Zahlungen des Landschaftsverbandes im Verhältnis zur Verbandsumlage setzt. Konkret heißt das: Im Jahr 2024 hat der LWL rund 81,2 Millionen Euro (2023: 76 Millionen Euro) in Bottrop ausgegeben. Die Stadt Bottrop als LWL-Mitglied zahlte im selben Jahr einen Mitgliedsbeitrag von rund 39,9 Millionen Euro (2023: 37,6 Millionen Euro) an den Kommunalverband.

Die Differenz zwischen Ausgaben und Einnahmen stammten im Wesentlichen aus zusätzlichen Bundes- und Landesmitteln, die vom LWL verwaltet werden, so der Landschaftsverband, in dessen Verbandsversammlung Bottrop durch den Ratsherrn Uwe Rettkowski vertreten ist. Diese Mittel fließen allerdings nicht in den städtischen Haushalt zurück, sondern kommen vor allem kranken Menschen und Menschen mit Behinderungen zu Gute.

Im vergangenen Jahr unterstützte der LWL mit dem größten Teil seiner Ausgaben insgesamt 1.457 (2023: 1.481) behinderte Menschen in Bottrop. Insgesamt flossen 40,9 Millionen Euro (2023: 37,9 Millionen Euro) in diese sozialen Aufgaben. Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Dazu gehört unter anderem auch, dass Menschen mit Behinderung arbeiten können, oft in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Der LWL finanzierte 2024 in Bottrop insgesamt 438 (2023: 447) Arbeitsplätze für Menschen mit wesentlicher Behinderung in Werkstätten. Ziel müsse es aber sein, so viele Menschen wie möglich auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt in Betrieben und Verwaltungen zu beschäftigen, so der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann. "Das hat unsere Landschaftsversammlung beschlossen: Wir wollen zehn Prozent der Menschen mit Behinderung in den Werkstätten für behinderte Menschen in Westfalen-Lippe bis 2030 möglichst in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln. Wir wollen als LWL mit gutem Beispiel vorangehen und unsere eigene Schwerbehindertenquote auf zehn Prozent hochschrauben, doppelt so viel wie vorgeschrieben."

Betriebe, die - gemessen an ihrer Mitarbeitendenzahl - zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen und damit die sogenannte Schwerbehindertenquote von fünf Prozent unterschreiten, zahlen deswegen eine Ausgleichsabgabe an den LWL. Aus diesen Mitteln investierte der LWL im vergangenen Jahr 133.519 Euro (2023: 217.366 Euro) in Bottrop, um Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben zu integrieren, ihren Arbeitsplatz den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzupassen oder zu erhalten.

Ein Teil des selbstbestimmten Lebens ist zudem das Wohnen in den eigenen vier Wänden: Der LWL fördert das betreute Wohnen als Alternative zum stationären Leben in besonderen Wohnformen (früher: Wohnheim). Im vergangenen Jahr unterstützte der Kommunalverband 574 (2023: 558) Menschen in Bottrop dabei, alleine oder mit anderen in der eigenen Wohnung leben zu können.

Inklusion wird beim LWL schon von klein auf gefördert: Damit 108 (2023: 97) behinderte Kinder zusammen mit Kindern ohne Behinderung eine Regel-Kindertageseinrichtung in Bottrop besuchen konnten, zahlte der Landschaftsverband 2024 rund 1,1 Millionen Euro (2023: 856.430 Euro). Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr 52 (2023: 52) Kinder mit Behinderung aus Bottrop eine Förderschule des LWL.

An Entschädigungsleistungen zahlte der LWL 2024 in Bottrop rund 1,1 Millionen Euro (2023: 1,6 Millionen Euro), unter anderem an Kriegsopfer und Hinterbliebene.

In Bottrop arbeiteten im vergangenen Jahr 17 (2023: 21) Menschen im Dienst des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in der LWL-Tagesklinik Bottrop und der LWL-Institutsambulanz Bottrop.