Dive In Festival geht in die dritte Runde
Stadt Bottrop und Kooperationspartner schaffen Räume für Sichtbarkeit, Begegnung und gesellschaftlichen Austausch
Vielfalt sichtbar machen, Vorurteile abbauen und Menschen miteinander ins Gespräch bringen: Dafür steht das Dive In Festival, das in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Bottrop stattfindet. Gemeinsam mit dem Bündnis Buntes Bottrop und der Volkshochschule Bottrop setzt sich die Stadt Bottrop für eine offene, vielfältige und diskriminierungsfreie Stadtgesellschaft ein. Das Festival hat sich dabei zu einem wichtigen Bestandteil des Engagements für Diversität und die Sichtbarkeit queerer Lebensrealitäten entwickelt.
Nach zwei erfolgreichen Ausgaben mit unterschiedlichen künstlerischen Impulsen in der ELORIA Erlebnisfabrik entwickelt sich das Format in diesem Jahr weiter. Am 13. November steht erstmals ein ganzer Abend im Zeichen der Stand-up-Comedy. Dass das Konzept auf großes Interesse stößt, zeigt die Resonanz: „Die Veranstaltung war bereits nach kurzer Zeit ausgebucht. Das zeigt uns, dass wir genau den richtigen Nerv der Community getroffen haben. Gleichzeitig bestärkt uns die große Nachfrage darin, auch künftig Veranstaltungen zu schaffen, die queere Lebensrealitäten sichtbar machen und den gesellschaftlichen Austausch fördern“, sagt Leonie Aßmus vom Bündnis Buntes Bottrop.
Vielfalt als fester Bestandteil des gesellschaftlichen Miteinanders
Das Dive In Festival ist weit mehr als eine Kulturveranstaltung. Es schafft einen Raum, in dem unterschiedliche Identitäten, Perspektiven und Lebensentwürfe selbstverständlich ihren Platz haben. Im Mittelpunkt stehen die Sichtbarkeit queerer Menschen, gegenseitiges Verständnis und die Möglichkeit, sich in einem wertschätzenden Umfeld auszutauschen. Mit dem Festival möchten die Stadt Bottrop und ihre Kooperationspartner nicht nur die queere Community stärken, sondern auch ein Zeichen für gesellschaftliche Offenheit und ein respektvolles Miteinander setzen.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verbindung von Kultur, Begegnung und Bildung. Die Volkshochschule Bottrop begleitet das Festival in diesem Jahr als Kooperationspartner und ergänzt damit ihr bestehendes Bildungsangebot rund um gesellschaftliche Vielfalt.
„Als Volkshochschule ist die Erwachsenenbildung fest in unserem Selbstverständnis verankert. Dazu gehört auch, gesellschaftliche Entwicklungen aufzugreifen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und den Dialog zu fördern. Mit regelmäßigen Vorträgen und Lesungen beschäftigen wir uns bereits intensiv mit dem Thema Diversität. Umso mehr freuen wir uns, das Dive In Festival als Kooperationspartner zu unterstützen“, erklärt Tanja Steinhaus, stellvertretende Leiterin der Volkshochschule Bottrop.
Auch das Bildungs- und Antidiskriminierungsprojekt SCHLAU Gladbeck wird das Festival mit einem Informationsstand begleiten. Das Projekt setzt sich für Aufklärung über geschlechtliche Identitäten und sexuelle Orientierungen ein. In Workshops ermöglichen ehrenamtliche Teams insbesondere Schülerinnen und Schülern sowie jungen Erwachsenen den direkten Austausch mit queeren Menschen. Persönliche Lebensgeschichten, Erfahrungen mit Diskriminierung und gesellschaftliche Rollenbilder stehen dabei im Mittelpunkt. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen, Vorurteile zu hinterfragen und Akzeptanz zu fördern.
Humor als Brücke zwischen unterschiedlichen Lebensrealitäten
Dass gesellschaftlich wichtige Themen auch mit Leichtigkeit und Humor vermittelt werden können, zeigt die diesjährige Ausgabe des Festivals. Mit Neo, Bene Belter, Marlena Schönfeld und Sophia Spitzenberg stehen vier Acts auf der Bühne, die unterschiedliche Perspektiven und persönliche Erfahrungen in ihre Auftritte einfließen lassen. Ergänzt wird das Programm durch einen Überraschungsauftritt eines Newcomer-Acts. Die Moderation übernimmt Neo, dessen queerfeministischer Blick auf gesellschaftliche Normen und alltägliche Absurditäten den Abend begleitet.
Die Entscheidung, Comedy in diesem Jahr in den Mittelpunkt zu stellen, ist dabei kein Zufall. Vielmehr haben die Veranstaltenden die Erfahrungen und Rückmeldungen aus den vergangenen beiden Festivalauflagen aufgegriffen.
„Wir haben festgestellt, dass gerade die Comedy-Beiträge in den vergangenen beiden Jahren besonders gut angekommen sind und sich viele Gäste mehr davon gewünscht haben. Diesem Wunsch kommen wir mit der dritten Ausgabe gerne nach. Für uns steht dabei aber nicht allein das Bühnenprogramm im Vordergrund. Wir möchten einen geschützten Raum schaffen, in dem sich alle Menschen willkommen und wohlfühlen und gemeinsam das Leben in seiner ganzen Vielfalt gefeiert werden kann“, betont Magdalena Wortmann vom Referat Migration der Stadt Bottrop.
Ein Awareness-Team, ein verbindlicher Verhaltenskodex und ein Sicherheitskonzept tragen dazu bei, dass sich die Teilnehmenden während der Veranstaltung sicher und respektiert fühlen können.
Mit seiner dritten Auflage unterstreicht das Dive In Festival, wie wichtig kontinuierliche Angebote für Diversität, Sichtbarkeit und gesellschaftliche Teilhabe sind.