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Claudia Berger verlässt die Verbraucherzentrale

Oberbürgermeister Matthias Buschfeld verabschiedet die langjährige Leiterin und begrüßt Max Münkel als Nachfolger

Wechsel in der Verbraucherzentrale: Oberbürgermeister Matthias Buschfeld (Mitte) verabschiedet Claudia Berger und begrüßt Max Münkel als ihren Nachfolger.© Stadt Bottrop

Nach 24 Jahren bei der Verbraucherzentrale in Bottrop hat Oberbürgermeister Matthias Buschfeld die Leiterin Claudia Berger in den Ruhestand verabschiedet. „Die Verbraucherzentrale ist in dieser Zeit zur festen und verlässlichen Institution geworden. Die Bürgerinnen und Bürger können darauf vertrauen, neutral und kompetent beraten zu werden“, sagt Buschfeld.

Claudia Berger hat die Verbraucherzentrale nicht nur inhaltlich geprägt. In den vergangenen Jahren wurde die Präsenz stetig ausgebaut. Zunächst saß sie allein in einem Büro an der Horster Straße. Nach einem Wasserschaden dort war die Verbraucherzentrale zeitweise im Rathaus untergebracht und ist heute eine feste Einrichtung im Haus der Beratung mit insgesamt fünf Beschäftigten.

Während ihrer beruflichen Laufbahn stand Claudia Berger vor immer neuen Herausforderungen. Ganz zu Beginn traten Telekommunikationsanbieter auf den Markt, die mit nur scheinbar günstigen Angeboten warben. Verschiedene Betrugsmaschen im Internet haben Claudia Berger bis zuletzt beschäftigt. „Es hat mich immer sehr interessiert, Neues zu lernen und am Ball zu bleiben“, sagt Berger.

Oft kommen Rat suchende Bürgerinnen und Bürger allerdings zu spät. Dann erweist sich der Standort im Haus der Beratung als sehr hilfreich. Denn im selben Gebäude haben die Ele und die Pflegeberatung des Sozialamtes ihre Büros. Das ermöglicht kurze Wege, wenn es darum geht drohende Stromsperrungen und soziale Notlagen abzuwenden.

Bereits seit Juli ist Max Münkel neuer Leiter der Verbraucherzentrale. Seine ersten beruflichen Erfahrungen hat er bei der Marine gesammelt und an der Universität der Bundeswehr Politikwissenschaft studiert. Anschließend hat er in einem Unternehmen für Künstliche Intelligenz gearbeitet. Durch sein technisches Know-how weiß er, welche Möglichkeiten sich derzeit entwickeln, um Verbraucher zu betrügen. So können beispielsweise Videocalls mit Personen aus dem eigenen Bekanntenkreis vorgetäuscht werden.  Die Angerufenen werden verleitet, Geldüberweisungen zu tätigen. Münkel will mit Beratung und Aufklärung frühzeitig über die Gefahren und Rechte aufklären. „Ich will mit der Verbraucherzentrale mehr nach draußen gehen, uns mit Infoständen präsentieren und Kooperationen knüpfen“, sagt Münkel.

Fakeshop-Finder

Verbraucherschützer warnen vor immer neue Methoden, bei denen Bürgerinnen und Bürger gezielt im Internet betrogen werden. Dies geschieht oft mit großer krimineller Energie. Agieren die Täterinnen und Täter im Ausland, können meist nur schwer verfolgt werden. Eine Möglichkeit sich vor betrügerischen Online-Shops zu schützen, bietet der Fakehop-Finder, den die Verbraucherzentrale im Internet bereitstellt.