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45 Jahre Beirat für Menschen mit Behinderung

Gemeinsam für ein barrierefreies Bottrop

Der Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Bottrop feiert sein 45-jähriges Bestehen. Seit mehr als vier Jahrzehnten engagieren sich seine Mitglieder dafür, Barrieren abzubauen, die Interessen von Menschen mit Behinderung zu vertreten und ihre gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu stärken. Das Jubiläum bietet Anlass, auf wichtige Meilensteine zurückzublicken und zugleich die Herausforderungen der kommenden Jahre in den Blick zu nehmen.

„In den vergangenen 45 Jahren haben wir gemeinsam viel erreicht. Unser Ziel war und ist es, Bottrop zu einer Stadt zu machen, in der alle Menschen unabhängig von ihren individuellen Einschränkungen selbstbestimmt leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dafür braucht es nicht nur gute Ideen, sondern vor allem Menschen, die sich mit Überzeugung und Ausdauer für deren Umsetzung einsetzen“, betont Andreas Bartz, Vorsitzender des Beirats für Menschen mit Behinderung.

© Stadt Bottrop

Barrierefreiheit von Anfang an mitdenken

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Beirats ist die frühzeitige Beteiligung an öffentlichen Bauvorhaben und Infrastrukturprojekten. Mit seiner Arbeitsgruppe „Behindertengerechte Baumaßnahmen“ bringt sich der Beirat bereits in der Planungsphase ein, damit mögliche Hindernisse gar nicht erst entstehen. Ob beim barrierefreien Umbau von Bushaltestellen, der Gestaltung sicherer Verkehrswege oder der Verbesserung der Zugänglichkeit städtischer Gebäude: Die Mitglieder bringen ihre Erfahrungen und Perspektiven unmittelbar in die Planungen ein.

Auch vermeintlich kleine Veränderungen können im Alltag einen großen Unterschied machen. So setzt sich der Beirat gemeinsam mit dem Seniorenbeirat für längere Grünphasen an Fußgängerampeln ein. Dadurch sollen insbesondere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen mehr Zeit erhalten, um Straßen sicher zu überqueren.

Inklusionsplan 2025 bis 2030 als wichtiger Meilenstein

Ein bedeutender Erfolg der strategischen Arbeit ist der vom Rat der Stadt Bottrop beschlossene Inklusionsplan für die Jahre 2025 bis 2030. Gemeinsam mit Betroffenen und der Politik wurden konkrete Maßnahmen erarbeitet, um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in unterschiedlichen Lebensbereichen weiter zu verbessern.

Ein sichtbares Ergebnis war bereits die erfolgreiche Aktionswoche „Bottrop ist inklusiv“. Mit verschiedenen Angeboten rückte sie die Themen Inklusion im Sport und im Alltag in den Mittelpunkt und machte deutlich, wie vielfältig gesellschaftliche Teilhabe gestaltet werden kann.

Ein weiteres Beispiel ist der „Tag der Teilhabe“ im Volkspark Batenbrock. Die Veranstaltung bot Raum für Begegnungen und Austausch. Gleichzeitig fiel dort der Startschuss für das Fotoprojekt „Vielfalt hat ein Gesicht“, das die unterschiedlichen Menschen und Lebensrealitäten in Bottrop sichtbar macht.

45 Jahre Engagement – und ein klares Ziel für die Zukunft

Die bisherigen Erfolge zeigen, wie wichtig die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen dem Beirat, der Stadtverwaltung, der Politik und den beteiligten Verbänden ist. Auch nach 45 Jahren bleibt die Arbeit des Beirats unverzichtbar. Denn trotz zahlreicher Fortschritte bestehen weiterhin Barrieren, die Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag einschränken.

„Unser Dank gilt allen, die sich in den vergangenen Jahrzehnten für ein inklusives Bottrop eingesetzt haben – insbesondere den Mitgliedern unseres Beirats, der Stadtverwaltung, der Politik und den beteiligten Verbänden. Gemeinsam haben wir bereits viel bewegt. Jetzt gilt es, diesen Weg mit derselben Entschlossenheit weiterzugehen. Unser langfristiges Ziel bleibt ein vollständig barrierefreies Bottrop“, erklärt Andreas Bartz.