Eiszeittiere reisen in die Nachbarstadt
Besondere Exponate aus Bottrop werden im Ruhr-Museum gezeigt
Eiszeitpräparate des Museums für Ur- und Ortsgeschichte gehen auf Reisen. Für ein Jahr werden Exponate nach Essen ausgeliehen. Das Ruhr-Museum zeigt in einer Sonderausstellung einige der wichtigsten Fossilien, die bislang in NRW gefunden wurden. „Unser Museum verfügt über eine der bedeutendsten Eiszeit-Sammlungen in NRW. Es freut mich, dass wir in dieser Ausstellung stark vertreten sein werden“, sagt Dr. Charalampos Kevrekidis, Leiter des Museums für Ur- und Ortsgeschichte.
Bis März kommenden Jahres werden der Schädel des Mammuts von Haltern, die Saiga-Antilope, die beiden Waldbisons (Dermoplastik und die Rekonstruktion des Skeletts aus Gladbeck), der männliche Höhlenbär sowie die Rekonstruktion des Skeletts des Elchs von Dinslaken präsentiert. „Alle Leihobjekte ermöglichen es uns, ein Bild von den Tierarten zu rekonstruieren, die während der Eiszeit in dieser Region zusammenlebten“, erklärt Kevrekidis die Besonderheiten der Bottroper Sammlung. So sei der Schädel des Mammuts von Haltern einer der größten und am besten erhaltenen Mammutschädel Europas.
Für die Reise in die Nachbarstadt werden die Exponate nach sehr hohen konservatorischen Standards verpacken und transportieren. Kevrekidis arbeitet dafür mit spezialisierten Präparatorinnen und Präparatoren sowie Restauratorinnen und Restauratoren zusammen.
Die Ausstellung im Ruhr Museum ist eine von drei paläontologischen Landesausstellungen, die vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen zwischen 2026 und 2027 gefördert werden. Weitere Ausstellungen sind im LWL-Museum für Naturkunde in Münster und im Lippischen Landesmuseum in Detmold.
Im März kommenden kehren die Eiszeittiere zurück in ihr Heimatmuseum. Bis dahin füllt Sammlungsleiter Kevrekidis den freien Platz im Ausstellungssaal mit Fossilien aus dem Museumsdepot, die zuvor noch nie gezeigt wurden.