70 Jahre nach Weihe feiert St.Suitbert Jubiläum
Oberbürgermeister Bernd Tischler lobt Engagement
"Talk vor Ort: 70 Jahre St.Suitbert“ war die Auftaktveranstaltung des Festwochenendes, bei dem das 70-jährige Bestehen der Kirche und das 10-jährige Bestehen des Malteserstiftes gefeiert wurde. Der Festakt fand in der Kirche statt. Nach den Grußworten des Oberbürgermeisters Bernd Tischler und Propst Jürgen Cleve freuten sich die zahlreichen Gäste über einen abwechslungsreichen Überblick der vergangenen 70 Jahre in der Kirchengemeinde und im Stadtteil Vonderort.
Für Oberbürgermeister Tischler ist das Jubiläum Anlass, um die Geschichte und die Entwicklung zu würdigen und die „die Meilensteine zu feiern, die sowohl die Kirche St. Suitbert als auch das Malteserstift und damit ganz Vonderort geprägt haben.“ Nach ihrer Weihe am 24. Juli 1955 hat Kirche St. Suitbert bewegte Geschichte erlebt. Die Kirche wurde in den 2000er-Jahren zunächst als Filialkirche von St. Cyriakus geführt und verlor dann gänzlich die Unterstützung durch das Bistum. Während andere Kirchen aufgegeben und abgerissen wurden, gelang es in Vonderort, die Kirche zu erhalten.
Vor zehn Jahren wurde der Grundstein für den Malteserstift gesetzt, der die Funktion als geistliches Zentrum für Altenstift und Gemeinde sicherte. „St. Suitbert ist die erste Kirche im Bistum Essen, die sich nicht mehr in kirchlichem Besitz befindet, sondern einem privaten Investor gehört und dennoch als geistlich-spiritueller Ort erhalten bleiben konnte“, sagte Tischler. Damit trage St. Suitbert weiterhin zu einem lebendigen Stadtteil bei. Bis heute finden regelmäßig Messen und Gottesdienste statt, ebenso wie Früh- und Spätschichten während der Advents- und Fastenzeit.
Weitere Einblicke in die Geschichte der Kirchengemeinde und die Entwicklung des Stadtteils gaben Stadtarchivarin Heike Biskup, Propst Jürgen Cleve, Pastor Hans-Josef Vogel, und Diakon Carsten Ossig. In den von Susanne Grünewald und Sonja Sondermann moderierten Gesprächsrunden schilderten zudem Gewerbetreibende, Vereinsvertreter, und Alt-Vonderorter-Bürger ihre Sicht auf den Stadtteil. Seinen Ausklang fand der Festakt bei einem Dämmerschoppen auf dem Kirchplatz.