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Stadt und Kirchen laden zum Gedenken an die Pogromnacht ein

Treffen an der Tourneaustraße und in der Martinskirche am 9. November

„Mir sejnen do – trotz alledem“ Musikgruppe "Jankele".© Jankele

Die Stadt Bottrop und die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) erinnern auch in diesem Jahr an die sogenannte "Reichspogromnacht" vom 9. auf den 10. November 1938, in der sich brutale Gewalt im gesamten Deutschen Reich - auch in Bottrop - gegen jüdische Bürgerinnen und Bürger richtete.

Dazu findet am 9. November eine Gedenkveranstaltung statt. Treffpunkt ist 17 Uhr an der Gedenktafel für den ehemaligen Jüdischen Betsaal an der Tourneaustraße. An der Veranstaltung werden auch Oberbürgermeister Matthias Buschfeld, Pfarrer Klaus Göke (Stellv. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Bottrop) und Stadtarchivarin Heike Biskup teilnehmen. Die Instrumentalgruppe des Heinrich-Heine-Gymnasiums sorgt für eine musikalische Umrahmung der Veranstaltung. Männliche Gäste werden gebeten, bei der Veranstaltung eine Kopfbedeckung zu tragen.

Im Anschluss findet in der Martinskirche ab 18 Uhr unter dem Titel „Mir sejnen do – trotz alledem“ ein Konzert der Gruppe "Jankele" statt. Ihr Schwerpunkt sind Deutsche Juden oder jüdische Deutsche – die Geschichte eines schwierigen Verhältnisses. Die Gruppe Jankele betrachtet die Schicksalsgemeinschaft von Deutschen und Juden anhand von historischen Quellen und literarischen Zeugnissen aus den vergangenen Jahrhunderten.