Roboter lernen den Umgang mit Menschen
Die HRW forscht an der Zukunft für die Metropole Ruhr
Die HRW in Bottrop bleibt ein Hotspot bei der Erforschung von sozialer Robotik. Das seit drei Jahren laufende Projekt „Ruhrbots“ geht in die zweite Phase. Alle an dem Forschungsprojekt beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehen darin eine besondere Bestätigung ihrer Arbeit. Das Team in Bottrop hat die Bewilligung erhalten, in die zweite Runde zu gehen.
Das Projekt hat zum Ziel, Roboter zu entwickeln, die mit Menschen interagieren. Dabei kooperiert die Hochschule mit verschiedenen Partnern. So wurden beispielsweise Roboter in der Lebendigen Bibliothek eingesetzt. Sie halfen Besucherinnen und Besucher bei der Recherche nach der passenden Literatur. Was in Einzelfällen noch recht holperig war, brachte den Forscherinnen und Forschern Erkenntnisse darüber, wie Menschen mit Robotern umgehen und wie Hemmschwellen bei der Interaktion abgebaut werden können.
Zum Abschluss der ersten Projektphase wurden die Forschungsergebnisse in der HRW präsentiert. Rund 50 Gästinnen und Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen diskutierten über Chancen, Einsatzpotenziale und die Zukunft der Technologie. Oberbürgermeister Matthias Buschfeld sieht in dem Projekt nicht nur eine Stärkung Bottrops als Wissenschaftsstandort, sondern auch ganz praktische Ansatzpunkte für die Stadtverwaltung. „Die Arbeit des Ruhrbots-Teams ist beachtenswert und zeigt das Potenzial sozialer Roboter, unseren Alltag zu erleichtern. Wir sind gerne weiterhin als Praxispartner in den kommenden zwei Jahren dabei“, sagt Oberbürgermeister Buschfeld während einer Podiumsdiskussion. Die besondere Strahlkraft der Forschungsarbeiten betont HRW-Präsidentin Susanne Staude: „Wir sind stolz, dass sich Ruhrbots mit seinem innovativen Ansatz erneut gegen die Konkurrenz durchgesetzt hat und nun in die zweite Förderphase geht. Ziel ist es nicht nur, Wissen zu schaffen, sondern es auch in die Praxis zu übertragen. Die bisherigen Ergebnisse bestätigen die wissenschaftliche Exzellenz des Teams und die Bedeutung ihrer Arbeit für die Region.“
Die interaktive Ruhrbots-Messe während des Forums bot Gelegenheit, die bisherigen Ergebnisse hautnah zu erleben. Besucherinnen und Besucher konnten die Roboter Pepper, Nao und Temi ausprobieren, das Virtual Reality Forschungslabor erkunden und den Mixed-Reality-Guide im direkten Austausch mit den Forscherinnen und Forschern diskutieren. Dabei ergaben sich zahlreiche Gespräche über die Visionen für Einsatzmöglichkeiten sozialer Robotik und über die Zukunftsszenarien im Ruhrgebiet.