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Gedenkveranstaltung zum 8. Mai

Gedenkveranstaltung zum 8. Mai

Um gemeinsam der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken und ein Zeichen für Demokratie zu setzen, haben sich wie in jedem Jahr zahlreiche Bottroperinnen und Bottroper am Freitagabend (8. Mai) am Rathaus versammelt. Nach der musikalischen Einstimmung durch Paul Döing, betonte Stadtarchivarin Heike Biskup, „es ist wichtig, dass wir diesen Tag nicht vergessen.“ Sie verwies auf die Gedenktafel am Rathaus. „Die Tafel hängt hier seit über 40 Jahren und soll an den Widerstand in Bottrop erinnern. Als sie 1985 vorgestellt wurde, war es den Initiatoren, der Bürgerinitiative 8. Mai 1945, ein Anliegen, daran zu erinnern, dass es auch in Bottrop Widerstand gegen den Nationalsozialismus gab. Dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf, ist das Anliegen der 8. Mai Initiative, hieß es damals“, so Heike Biskup weiter.

Oberbürgermeister Matthias Buschfeld bedankte sich, dass so viele den Tag der Befreiung gemeinsam in Bottrop begehen. Mit Blick auf die Gegenwart betonte er: „Wir als Demokraten müssen zusammenstehen und zunehmend darauf achten, dass wir uns nicht auseinander treiben lassen. Unsere Gesellschaft kommt nur im Miteinander weiter. Nicht im Gegeneinander.“

Stadtarchivarin Heike Biskup© Stadt Bottrop

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand in diesem Jahr das Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". In Bottrop sind mittlerweile 10 Schulen „Courage-Schulen“ und positionieren sich über verschiedenste Formate gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Magdalena Wortmann vom Referat Migration der Stadt Bottrop beschrieb als Netzwerkkoordinatorin die wichtige Arbeit an den Schulen und das Engagement der Bottroper SchülerInnen. Sie berichtete von den beeindruckenden Feiern, die an den Schulen veranstaltet werden, wenn sie in das Netzwerk aufgenommen werden. „Dort wurden beispielsweise Video-Interviews mit eigenen Rassismuserfahrungen gezeigt, es wurden Lieder zum Thema gesungen, Theaterstücke aufgeführt und Gegenstrategien vorgestellt. Meist wird das Ganze in eine Projektwoche eingebunden, das heißt die Schulen setzen sich wirklich sehr intensiv damit auseinander.“

Magdalena Wortmann, Referat Migration© Stadt Bottrop

Wie in jedem Jahr verlas Stadtarchivarin in der Gedenkstunde Namen von Bottroperinnen und Bottropern, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Stolpersteine im Stadtgebiet erinnern an sie.

Zu den Klängen des hebräischen Liedes „Hevenu Shalom Alechem“ (Wir wollen Frieden für Alle) legten die Anwesenden im Anschluss Blumen an der Gedenktafel nieder. Zum Gedenken an alle, die verfolgt und ermordet wurden.

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