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© Foto: David von Becker, Deutsches Historisches Museum

Prosper Haniel im Deutschen Historischen Museum

„Objekte, Geschichte. Geschichten.Blick in die Sammlung“ heißt die Sonderausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin, die seit heute (8. Mai 2026) bis zum 31. Oktober 2027 zu sehen ist. Dabei geht es auch um die Zeche Prosper Haniel. „Schweres Arbeitsgerät und die Ausrüstung eines Bergmanns der Zeche Prosper Haniel in Bottrop, die 2018 als letztes aktives Steinkohlebergwerk in Deutschland ihre Tore schloss, stehen für den Wandel eines Industriezweiges wie einer ganzen Region“, beschreibt das Museum diesen Teil der Ausstellung.

© Foto: David von Becker, Deutsches Historisches Museum

Außerdem wurden in Bottrop Interviews mit drei ehemaligen Bergleuten geführt, die nun in Berlin zu sehen sind. Die Stadt Bottrop hat die Museumsmitarbeiter bei den Vorbereitungen unterstützt und freut sich, dass dieser Teil der traditionsreichen und bedeutenden Stadtgeschichte nun einen prominenten Platz im Museum hat.

Die Sammlung des Deutschen Historischen Museums umfasst etwa eine Million Objekte deutscher Geschichte. In der Ausstellung präsentiert das DHM nun eine Auswahl von rund 200 teilweise noch nie gezeigten Beständen, überraschenden Funden und Neuzugängen. Darunter ein Königsberger Brettspielkasten aus Bernstein von 1607, der Morgenrock der Königin Luise von 1806, das Plakat zur Ausstellung „40 Jahre DDR“ in Ost Berlin oder das Stockbett aus einer Unterkunft für Geflüchtete in Kassel von 2015.  Ein Teil der Ausstellung zeigt Objekte und Konvolute, die stellvertretend für den Sammlungsschwerpunkt und das Geschichtsbild der jeweiligen Epoche stehen: „Ob ein Uniformrock der preußischen Infanterie, eine japanische Samurai-Rüstung, die als Geschenk der Kaiserlichen Militärischen Reservisten-Vereinigung an Adolf Hitler gelangte, ein sozialistischer Tischschmuck als Staatsgeschenk aus Nordvietnam an die DDR oder der Erstdruck der deutschsprachigen Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika – Exponate hatten immer auch eine politische Bedeutung. Die Praxis des Sammelns war zu keiner Zeit beliebig. Die Sammlungsschau betrachtet Geschichte unter einem besonderen Blickwinkel: Geschichte wird zumeist als Abfolge und Veränderung in der Zeit verstanden. Sie erzählt aber auch vom Wandel im Raum“, so das Museum in seiner Pressemitteilung.  

© Foto: David von Becker, Deutsches Historisches Museum

In einem Teil der Ausstellung rücken deshalb Orte, Schauplätze und Regionen in den Fokus. Ausgewählte Objektgeschichten erzählen von umkämpften Herrschaftsräumen, von globalem Handel, Kolonisierung und der Erschließung neuer Räume ebenso wie von verschwundenen Orten, von Grenzen, Flucht und Exil. Hier sind auch die Exponate und Interviews aus Bottrop platziert.

Die Sonderausstellung  ist bis zum 31. Oktober 2027 zu sehen.