Vorbereitungen zur Kommunalen Wärmeplanung gestartet
Bottrop, Gelsenkirchen und Gladbeck kooperieren, um Kosten zu sparen
Der Bund verpflichtet alle Großstädte bis Mitte 2026, eine Kommunale Wärmeplanung vorzulegen. Dieser Vorgabe will Bottrop zusammen mit Gelsenkirchen und Gladbeck entsprechen. Mit dem Essener Beratungsunternehmen Con-Energy Consult haben sie eine Partnerorganisation gefunden, die jetzt mit der Strategieplanung beauftragt wurde.
Die Kommunale Wärmeplanung legt fest, welche Stadtgebiete in welcher Weise mit Wärme versorgt werden sollen und wie erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme dabei sinnvoll genutzt werden können. Das Ziel ist es, ein zukunftssicheres Energiesystem zu entwickeln und den Bürgerinnen und Bürgern Orientierung für die individuelle Energieplanung zu bieten. Die Städte Bottrop, Gelsenkirchen und Gladbeck nutzen städteübergreifende Versorgungsnetze. Ein gemeinsames Vorgehen liegt daher nahe, um Kosten zu sparen und das Verfahren zu beschleunigen.
Mit der Beendigung des Ausschreibungsverfahrens zur Wärmeplanerstellung ist nun ein wichtiger Meilenstein erreicht. Alle Beteiligten betonen, in dem weiteren Verfahren die Belange der Bürgerinnen und Bürger in besonderer Weise zu berücksichtigen.
„Bei diesem Projekt werden nicht nur mehrere Organisationseinheiten der drei Stadtverwaltungen eng kooperieren, sondern die Planung erfolgt zudem in enger Abstimmung mit Energieversorgern, Netzbetreibern, Wohnungswirtschaft, Industrie, Handwerk und der allgemeinen Öffentlichkeit“, sagt Dr. Klaus Rammert-Bentlage, Projektleiter der Stadt Bottrop. Er setzt bei der Kooperation auf Synergieeffekte. „Wir wollen Kompetenzen bündeln und die Kosten im Sinne der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler möglichst geringhalten.“
In der Zielsetzung der Zusammenarbeit ist sich Rammert-Bentlage mit seinen Partnern in Gelsenkirchen und Gladbeck einig. „Uns ist klar, dass das Thema Energieversorgung für die Menschen in unseren Städten eine extrem hohe Bedeutung hat. Dem möchten wir mit einem transparenten Verfahren Rechnung tragen und sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch alle relevanten Akteure im Prozess mitnehmen“, sagt Kai Thiemann von der Stadt Gelsenkirchen. Und Jürgen Harks, Projektleiter der Stadt Gladbeck ergänzt: „Unser klares Ziel ist es, gemeinsam mit der Con-Energy Consult bis Anfang 2026 die Pläne für alle drei Kommunen entwickelt zu haben. Damit möchten wir für die Bürgerinnen und Bürger langfristige Handlungssicherheit für die individuelle Wärmeversorgung in den Haushalten schaffen.“
Nach der Auftragserteilung beschreibt das Beratungsunternehmen Con-Energy Consult zunächst den Ist-Zustand in den Kommunen. Im nächsten Schritt werden dann die Potenziale der Wärmeplanung für die Städte ermittelt, bevor die Umsetzungsstrategie und die dazu erforderlichen konkreten Maßnahmen entwickelt werden.
„Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Städte Gelsenkirchen, Gladbeck und Bottrop werden wir die Öffentlichkeit über alle Meilensteine des Projekts informieren. Wir sind uns der Bedeutung des Projekts bewusst und werden die Bedürfnisse der Menschen hier immer in den Vordergrund stellen“, so Juliane Hausknecht vom Dienstleister Con-Energy Consult.