Moderne E-Ladesäulen nahe der A-42 Auffahrt
Eon eröffnet Schnelllader mit bis zu 400 Kilowatt am Hauptbahnhof
Die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität in Bottrop wird stetig ausgebaut. Im Bereich des Hauptbahnhofs und der Auffahrt zur Autobahn A 42 hat Eon zehn moderne Schnellladepunkte installiert. „Der Standort ist optimal“, sagt der Technische Beigeordnete Klaus Müller. Autofahrerinnen und Autofahrer finden hier einen schnellen Anschluss an das Stromnetz und können die Wartezeit mit Erledigungen am Südring-Center überbrücken.
Die Ladesäulen stehen beiderseits der Essener Straße. Für Gerwin Conrad, Mobilitätsmanager im Fachbereich Stadterneuerung, ist dies ein gelungenes Beispiel für Public-Private-Partnership. „Die Stadt stellt Flächen bereit und private Kapitalgeber bauen die Anlagen“, erklärt Conrad.
Herzstück der Eon-Investition ist eine Trafoanlage. Sie setzt die Ladesäulen unter Strom. „Der Trafo beliefert die beiden Standorte. Sie sind mit einem Erdkabel verbunden, das fünfeinhalb Meter unter der Essener Straße geführt wird“, erklärt Markus Brochhagen von Eon-Drive Infrastructure. An drei Säulen können Ladeleistungen bis zu 400 Kilowatt und an zwei Säulen bis zu 200 Kilowatt erreicht werden. Brochhagen sieht sein Unternehmen damit in Bottrop gut aufgestellt, denn die Ladekapazität übersteigt die Aufnahmemöglichkeit der meisten E-Pkw deutlich. „Künftig wird das Laden nicht länger als an der Tankstelle dauern“, so Brochhagen.
Zu den Besonderheiten der jetzt vorgestellten Standorte gehören blau eingefärbte Stellplätze. Sie sind besonders breit und bieten damit einen barrierefreien Zugang.
E-Mobilität gewinnt in Bottrop an Bedeutung. Rund 4.400 Autofahrerinnen und Autofahrer laden ihre Pkw an der heimischen Wallbox oder den öffentlich zugänglichen Ladestationen. Vor fünf Jahren waren es noch etwa 1.100. Die meisten setzten dabei auf rein elektrische Antriebe - 2.800 Pkw. Etwa ein Drittel sind sogenannte Plug-in-Hybride. Sie fahren sowohl elektrisch als auch mit Verbrennungsmotoren. Insgesamt sind in Bottrop rund 70.000 Pkw zugelassen.
Mobilitätsmanager Gerwin Conrad will der Entwicklung Rechnung tragen und weitere Ladesäulen im Stadtgebiet installieren. „Für die nächsten fünf Jahre sind 50 bis 70 weitere Standorte vorgesehen“, sagt er. Ideen, Ladepunkte in Laternenmasten und Bordsteine zu installieren, werden dabei immer wieder geprüft. Oft sei dies aber wegen fehlender Infrastruktur bei den Stromleitungen und zu hoher Investitionskosten nicht umsetzbar, so Conrad.
Der Technische Beigeordnete Klaus Müller sieht einen klaren Trend bei der Elektromobilität, der auch immer mehr die Lkw betrifft. Für sie plant er bereits geeignete Ladesäulen in Bottrop.