Änderung des Bestattungsverhaltens
Auswirkungen auf die Bottroper Friedhöfe
Das Bestattungsverhalten hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert: Die Zahl der Urnenbeisetzungen nimmt kontinuierlich zu. Diese Entwicklung führt dazu, dass der Flächenbedarf auf den Friedhöfen insgesamt sinkt. Ziel ist es daher, die Bestattungsflächen künftig stärker im Kernbereich des Friedhofs zu konzentrieren. Durch diese räumliche Bündelung können die vorhandenen Arbeitskräfte und Investitionsmittel effizienter eingesetzt werden.
In der Folge entstehen sogenannte Peripheriebereiche, in denen keine neuen Bestattungen mehr stattfinden. Dort werden ausschließlich Investitionen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit sowie zur Durchführung von Rückbaumaßnahmen der nicht mehr benötigten Infrastruktur – wie beispielsweise von Wegen oder Wasserentnahmestellen – vorgenommen.
Diese Entwicklung hat direkte Auswirkungen auf die Flächenpflege: Während im Kernbereich weiterhin intensive Pflege- und Weiterentwicklungsmaßnahmen durchgeführt werden, beschränken sich die Arbeiten in den Stilllegungsbereichen auf eine extensive Instandhaltung. Durch dieses gezielte Flächenmanagement können die Pflegekosten insgesamt reduziert werden, was sich positiv auf die Höhe der Friedhofsgebühren auswirkt.
Für bestehende Grabstätten in den Stilllegungsbereichen ergeben sich ebenfalls Konsequenzen. Nachbestattungen sind dort nur in begründeten Ausnahmefällen möglich; entsprechende Regelungen sind in der Friedhofssatzung festgelegt. Ein Wiedererwerb oder eine Duldung bestehender Grabstätten über die Nutzungszeit hinaus ist grundsätzlich nicht vorgesehen.