„Ich werde Chefin“- Girls’ Day Safari begeistert Schülerinnen
Mädchen auf Entdeckungstour bei weiblichen Role Models
Unter dem Motto „Zukunft entdecken“ fand die erste „Girls’ Day Safari“ im Emscher-Lippe-Gebiet statt. Die Gleichstellungsstellen der Städte Bottrop, Gelsenkirchen und des Kreises Recklinghausen haben mit der Initiative „FRAUEN unternehmen“ einen ereignisreichen Tag auf die Beine gestellt. Aufgeteilt in vier Quadranten durch jeweils drei Städte konnten die teilnehmenden Mädchen mutige Perspektiven auf das Berufsbild der Unternehmerin bekommen.
Zusammen mit den Kolleginnen aus Gladbeck und Gelsenkirchen hat die Gleichstellungsstelle der Stadt Bottrop insgesamt sechs Mädchen eine vielfältige Tour zu unterschiedlichen Unternehmerinnen angeboten. Den Auftakt bildete der Rewe Gödecke-Markt in Bottrop-Kirchhellen. Inhaberin Kathrin Gödecke gab den Teilnehmerinnen exklusive Einblicke in die Leitung eines Traditionsbetriebs in vierter Generation. Die Mädchen konnten hier Geschichte, Entwicklung und modernen Service hautnah erleben. Weiter ging es nach Gladbeck zu Völker Tiefbau, wo die Themen Bauwirtschaft und Unternehmensnachfolge im Fokus standen. Den Abschluss der Tour bildete das Designstudio Ypsilon in Gelsenkirchen-Buer. Hier standen Kreativität und strategisches Design im Mittelpunkt der Selbstständigkeit.
Zum Abschluss der Safaris mehrerer Gruppen trafen sich die Teilnehmerinnen im Ratssaal des Rathauses Recklinghausen. Bei Snacks und einem Austausch an der Selfie-Station wurde deutlich, wie inspirierend der direkte Kontakt zu weiblichen Role Models ist.
„Die Mädchen haben heute gesehen, dass Führungspositionen und Unternehmertum keine Männersache sind. Die Unternehmerinnen sind beeindruckende Beispiele für Frauen, die erfolgreiche Unternehmen und ihre Mitarbeitenden führen und gleichzeitig zeigen, dass geschäftlicher Erfolg und Familie ganz selbstverständlich gleichzeitig gelebt werden können“, sagt Marit Stöckmann von der Gleichstellungsstelle Bottrop. Doch nicht nur die Touren zu den Unternehmerinnen stießen auf starke Resonanz – insgesamt nutzten über 35 weitere Jugendliche die Angebote der Stadt Bottrop, um neue Perspektiven zu entdecken.
Dabei bewiesen auch die Jungen am Boys' Day Mut zu neuen Wegen und schnupperten in Berufe wie Erzieher in den Kindertagesstätten oder Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste in der Lebendigen Bibliothek. Für die Mädchen gab es weitere Angebote als Schreinerin, Gärtnerin und Informatikerin. Das breite Spektrum an Praxisstationen unterstreicht den hohen Bedarf an Formaten, die traditionelle Rollenbilder aufbrechen und Lust auf die eigene, individuelle Karriereplanung von jungen Menschen machen.