Hans-Böckler-Straße wird klimaangepasst saniert
Pläne für den ersten Bauabschnitt wurden den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt.
Die Hans-Böckler-Straße wird in den kommenden Jahren in drei Bauabschnitten von der Osterfelder Straße bis zur Eichendorffstraße saniert. Während einer Bürgerversammlung in der Aula des Heinrich-Heine-Gymnasiums wurde der Plan für den ersten Bauabschnitt vorgestellt. Vor etwa 60 Zuhörerinnen und Zuhörer erläuterte der Technische Beigeordnete Klaus Müller sowie Mitarbeitende des Tiefbauamtes, wie die Straße künftig klimagerecht gestaltet werden soll.
Bei der Überplanung müssen mehrere Anforderungen berücksichtigt werden. So ist die Hans-Böckler-Straße als Landesstraße von überörtlicher Bedeutung und eine wichtige Verkehrsachse. Gleichzeitig ist sie eine Anwohnerstraße, so dass auch das Wohnumfeld eingebunden werden muss. Belange de Schulwegsicherung müssen umgesetzt werden und an verschiedenen Stellen kreuzen Radwegverbindungen die Hans-Böckler-Straße.
Der erste Bauabschnitt betrifft ein 700 Meter langes Teilstück der Hans-Böckler-Straße vom Lamperfeld bis zum Femeweg. Zur klimaangepassten Neuaufteilung der Verkehrsfläche gehört eine durchlaufende grüne Mittelinsel. Sie soll das anfallende Regenwasser aufnehmen. Die Hans-Böckler-Straße ist in diesem Bereich zwischen 21 und 25 Meter breit.
Notwendig ist der Neubau, weil die Fahrbahn verbraucht ist und die Verkehrsfläche den aktuellen gesetzlichen Richtlinien angepasst werden muss. Außerdem werden die aus den Jahren 1930 und 1968 stammenden Kanalrohre erneuert.
Auf die Anwohnerinnen und Anwohner kommen keine besonderen Kosten zu. Lediglich für den Fall, dass die Hausanschlüsse beschädigt sind, müssen diese zu Lasten der Eigentümer repariert werden.
Die Hans-Böckler-Straße wird künftig nur einspurig, in jede Richtung befahrbar sein, statt der bisher zwei Spuren. Für den ersten Bauabschnitt sind rund 31 Straßenbäume vorgesehen, die vor allem in die Mittelinsel gesetzt werden. Auf beiden Seiten werden die Gehwege mit grauem Betonsteinpflaster gesetzt. Die Radwege werden rot abgesetzt. Auf der Seite des Jahnstadions sind 62 Stellplätze vorgesehen.
Während der Bürgerversammlung stießen insbesondere die Mittelinsel und die Radverkehrsführung in Höhe des Kreuzungsbereichs von Parkstraße und Gustav-Ohm-Straße auf Interesse. Ein Gewerbebetrieb bat darum, für den Anlieferverkehr ausreichend Platz für die Lkw einzuplanen. Der Einmündungsbereich der Gustav-Ohm-Straße wird insbesondere mit Blick auf den Schul- und Radverkehr überplant.
Klaus Müller erklärte, dass nach Abschluss der Arbeiten die Straße fünf Jahre lang nicht mehr aufgerissen werden dürfe. Alle Versorgungsunternehmen werden deshalb frühzeitig über die Bauarbeiten informiert, so dass sie ihre Leitungen parallel erneuern und erweitern können. Relevant kann dies für Hauseigentümerinnen und -eigentümer sein, die sich an das Fernwärmenetz anschließen wollen.
Im September wird der Bau- und Verkehrsausschuss über den Ausbauplan und die Anregungen aus der Bürgerinformationsveranstaltung beraten. Nach einem Baubeschluss soll bis zum Jahresende das Ausschreibeverfahren abgeschlossen sein, sodass in etwa einem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Die weiteren Bauabschnitte zwei und drei sollen in den Jahren 2029 und 2031 gestartet werden.
Kommunale Wärmeplanung
Die kommunale Wärmeplanung sieht vor, die fossilen Energieträger durch erneuerbare Energien zu ersetzen. In dem Bauabschnitt befindet sich ein Fernwärmenetz der Iqony Group. Eigentümerinnen und Eigentümer haben die Möglichkeit, einen Anschluss zu beantragen. Dafür können sie sich bis Anfang Juli bei Stephan Küdde per E-Mail an stephan.kueddeiqonyenergy und telefonisch unter der Nummer 0201/801-4858 melden.
Ansprechpartner
Weitere Anregungen zum Ausbau der Hans-Böckler-Straße können beim Tiefbauamt eingereicht werden.
Stephan Lohbeck
Anschrift
Verwaltungsgebäude Osterfelder Straße
Osterfelder Str. 9b
46236 Bottrop
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Tel.: 02041 704666
Fax: 02041 703100
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Sarah Herrmann
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