Bald wieder: Übernachtung im Kanalrohr
Buchungen für das „dasparkhotel“ im Bottroper BernePark sind bereits ab sofort möglich
Die wohl ungewöhnlichste Übernachtungsmöglichkeit im Ruhrgebiet ist wieder buchbar! Im Bottroper BernePark öffnet das Kunstwerk „dasparkhotel“ bald wieder seine Pforten für Radfahr-TouristInnen und Abenteuerlustige. Aus Kanalrohren hat der österreichische Künstler Andreas Strauss Schlafröhren mit Doppelbetten geschaffen. Ab sofort kann „dasparkhotel“ in Bottrop wieder unter www.dasparkhotel.net (Öffnet in einem neuen Tab) gebucht werden. Die erste Übernachtung ist ab dem 17. April möglich.
Ein bisschen Huckleberry-Finn-Atmosphäre kommt schon auf, wenn man abends unterm Sternenhimmel die Sanitäranlagen aufsucht. Innen wiederum überraschen die Röhren mit erstaunlich viel Komfort: Stehhöhe, Licht und Strom, genug Stauraum für Kurztrip-Gepäck und einem Dachfenster, durch das die Gäste auch vom Bett aus die Sterne beobachten können.
Die Übernachtungsmöglichkeit liegt auf dem rund 100 Kilometer langen Emscher-Weg, der von der Quelle der Emscher in Holzwickede bis zur Mündung in den Rhein bei Dinslaken und Voerde führt. Das „Hotel“ ist daher besonders bei radfahrenden und spazierenden TouristInnen beliebt, die dem Emscher-Weg entlang der nun abwasserfreien und zum Teil bereits renaturierten Emscher folgen.
Gäste erleben Industriekultur vom Feinsten
Der BernePark mit dem Kunstwerk „dasparkhotel“ befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen und seit 1997 stillgelegten Kläranlage Berne-Mündung der Emschergenossenschaft. Das Areal wurde 2010 im Zuge der Kulturhauptstadt Europas und der ersten „Emscherkunst“-Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Stadt Bottrop und unter Beteiligung der Bevölkerung aus dem Stadtteil Ebel zu einem offenen Bürgerpark umgebaut.
Übrigens, schon gewusst? Die als Hotelzimmer dienenden Kanalrohre von „dasparkhotel“ können auch symbolisch betrachtet werden für das Jahrhundertprojekt Emscher-Umbau, bei dem die Emschergenossenschaft für das Erreichen der Abwasserfreiheit im Emscher-Gebiet insgesamt mehr als 430 Kilometer an unterirdischen Abwasserrohren gebaut hat.