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Familienorte in Bottrop

Mit der Präventionsstrategie "Familie vor Ort- von frühen zu frühzeitigen Hilfen" sorgen die Träger und die Stadt Bottrop gemeinsam für eine positive Zukunftsperspektive

An insgesamt vier Standorten in Bottrop gibt es sogenannte „Familienorte“, um sozial benachteiligten Kindern, Jugendlichen und ihren Familien Eltern eine Anlaufstelle für familiäre Belange zu bieten. Unterstützt durch das Förderungsprogramm des Landes „kinderstark – NRW schafft Chancen“, soll so mit den Beratungs- und Unterstützungsleistungen für sozial benachteiligte Familien ein direkter Austausch vor Ort stattfinden.

© Stadt BottropAn vier Standorten in der Stadt gibt es die Familienorte

Zusammen für ein Ziel

Sowohl in der Bottroper Altstadt, im Eigen, im Bereich Lehmkuhle/Vonderort/Ebel/ Welheimer Mark als auch in Boy/Welheim können sozial schwache Familien unter der Woche bei den Familienorten vorbeischauen. Egal, ob es nur darum geht gesellig beisammen zu sein, neue Kontakte zu knüpfen oder konkrete Probleme im familiären Umfeld anzusprechen: Jeder Besuch lohnt sich und alle Familien sind herzlich willkommen.

„Mit den Familienorten bieten wir ein niederschwelliges kostenfreies Angebot insbesondere für die Familien, besonderen Belastungen und Anforderungen ausgesetzt sind. Es müssen keine Voraussetzungen erfüllt werden und an jedem Standort sitzen Experten, um bei Themen wie Schwangerschaft, Trennung, Bildung oder Kindererziehung Unterstützung anzubieten“, hält Kerstin Stiewe, städtische Koordinatorin von „Kommunale Präventionsketten/kinderstark“ fest.

Dabei werden die Familienorte nicht nur von einem Träger geleitet. Hier gilt entsprechend der Vielfalt an Angeboten auch eine divers aufgestellte Leitung der Standorte. Dementsprechend arbeiten der Sozialdienst katholischer Frauen Bottrop e.V., die Wichernhaus Ev. Jugendhilfe gGmbH. Das Diakonisches Werk (Gladbeck, Bottrop, Dorsten), der Caritasverband für die Stadt Bottrop e.V. sowie die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Gelsenkirchen/Bottrop und das Katholische Erwachsenen- und Familienbildung im Bistum Essen gGmbH Hand in Hand.

„Diese trägerübergreifende Zusammenarbeit zeigt, dass das Wohl der Familien und vor allem der Kinder und Jugendlichen an oberster Stelle steht“, macht Erster Beigeordneter Paul Ketzer deutlich. „Jeder kann eine entsprechende Expertise mit einbringen und durch diese Vernetzung kann der individuelle Bedarf der Familien schnell und unkompliziert behandelt werden.“ 

on Erziehungsfragen bis Spiel und Spaß

Dass Familien von diesem Netzwerk profitieren können, spiegelt sich auch in dem facettenreichen Angebot wieder. Neben Beratungsangeboten in Bereichen wie Erwerbslosigkeit, Bildung, Erziehung, Schwangerschaft, Trennung und Trauer bieten die einzelnen Standorte auch Trainings an. So können sich Jugendliche für die Bewerbung vorbereiten, sprachliche Barrieren werden aufgehoben und der respektvolle Umgang miteinander wird trainiert.

Das kostenlose Angebot „Familien bilden: Ein Training vor Ort“ bildet dabei eine besondere Art der Unterstützung. Hier werden die Familien zuhause besucht und der Kurs findet in den eigenen vier Wänden oder wahlweise bei einem gemeinsamen Spaziergang statt. Dabei stehen Stress-Situationen im Fokus. Je nach Familie werden im Training individuell Themen wie Grenzen setzen, Rituale einbinden, Ernährung und der Umgang mit eigenem Stress behandelt.

Die Familienorte sind nicht nur Anlaufstellen zur Lösung von Problemen. Bei dem Café Knirps können sich beispielsweise Eltern in gemütlicher Atmosphäre treffen und austauschen, während sich die Kinder mit Brettspielen beschäftigen und neue Freundschaften knüpfen. Auch beim Lauftreff für Frauen, einem Familien-Zumba Kurs sowie beim offenen Nähtreff kann man gemeinsam die Zeit genießen.

© kinderstark

Zum Landesprogramm

Ziel des Programms „kinderstark-NRW schafft Chancen“ ist es, Kinder und Jugendliche besser vor Armut zu schützen und ihre Chancen auf einen Aufstieg durch Bildung weiter zu erhöhen. Vor allem sozial benachteiligte Familien sollen in ihren Bildungs- und Teilhabechancen gestärkt werden. Insgesamt stellt das Land den Kommunen jährlich dafür rund 14,3 Millionen Euro zur Verfügung. Der Anteil der Fördermittel der jeweiligen Kommune entspricht dabei dem Anteil der in der Kommune lebenden Kinder und Jugendlichen mit Bezügen von Sozialleistungen nach SGB II.

In diesem Jahr stehen insgesamt knapp 120.300 Euro zum Aus- und Aufbaue der Anlaufstellen für Familien zur Verfügung. Auch 2022 wird es inklusive der Landeszuweisung wieder Mittel in Höhe von knapp 118.800 Euro geben.

Die Familienorte im Überblick

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