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© Stadt Merseburg

Merseburg

Bottrop ging als zweite Kommune im Ruhrgebiet im März 1989 eine Partnerschaft mit einer Stadt in der damaligen DDR ein.

© Stadt MerseburgEin Blick auf das Ständehaus in Merseburg.

Merseburg in Sachsen-Anhalt, südlich von Halle an der Saale gelegen, ist seit 2007 durch die Kreisgebietsreform in Sachsen-Anhalt Verwaltungssitz des neu entstandenen Landkreises Saalekreis. Rund 36.000 Einwohner leben in der Stadt, die sich vorwiegend am westlichen Saaleufer erstreckt. Gemeinsam mit Halle und Bitterfeld-Wolfen gehört Merseburg zu einem Ballungsraum der Chemieindustrie. Die Chemiestandorte Schkopau und Leuna liegen in unmittelbarer Nachbarschaft. Seit 1954 ist Merseburg auch Hochschulstandort (Hochschule Merseburg und der Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg). Merseburg ist vor allem durch sein kulturhistorisches Erbe wie die Merseburger Zaubersprüche und das Dom-Schlossensemble bekannt.

© Stadt MerseburgDas Ensemble aus Schloss und Dom ist die architektonische Perle Merseburgs.

Bereits aus vorgeschichtlicher Zeit sind im Bereich des heutigen Stadtgebietes erste Besiedlungen nachweisbar. Im Mittelalter wurde Merseburg erstmals im Hersfelder Zehntverzeichnis (830/850) urkundlich erwähnt. Kaiser Otto I. gründete 968 hier ein Bistum, angeblich aufgrund eines vor der Schlacht auf dem Lechberg geleisteten Gelübdes. Seit dem 10. Jahrhundert siedelten auch Kaufleute in diesem Ort, der überregionale Bedeutung gewann. 1426 trat Merseburg der Hanse bei. Eine Reihe von beeindruckenden Gebäuden in der Merseburger Innenstadt zeugen von der Stellung der Stadt seit dieser Zeit, so der spätgotische Dom, die Dreiflügelanlage des bischöflichen Schlosses mit gotischen und Renaissance-Bauelementen und das Alte Rathaus (1478 - 1568). Von 1656 bis 1738 war Merseburg Residenzstadt der Herzöge zu Sachsen-Merseburg. Sie ließen das Bischofsschloss zu einem prachtvollen Renaissanceschloss umbauen, welches ab 1815 als Regierungssitz der preußischen Provinz Sachsen genutzt wurde und heute Verwaltungssitz des Landkreises Saalekreis ist.

© Stadt MerseburgPlenarsaal im Alten Rathaus

Seit 1986 bestand in Bottrop das Interesse, eine Partnerschaft mit einer Stadt der damaligen DDR anzustreben. 1988 bot der Erste Sekretär der Bezirksleitung der SED in einem Brief die Partnerschaft mit der Stadt Merseburg an. Nachdem der Bottroper und auch der Merseburger Rat dem zugestimmt hatten, konnten offizielle Kontakte aufgenommen werden. Am 6. Januar 1989 wurde der Partnerschaftsvertrag zwischen den beiden Städten in Merseburg ratifiziert. Die Unterzeichnung der offiziellen Urkunde erfolgte am 10. März 1989 in Bottrop.

Als zweite Kommune im Ruhrgebiet ging Bottrop damit eine Partnerschaft mit einer Stadt in der damaligen DDR ein, was für einige Schlagzeilen sorgte. Die Kontakte auf politischer, gewerkschaftlicher und gesellschaftlicher und kultureller Ebene wurden auf- und ausgebaut, allerdings unter Beachtung der Zusatzvereinbarung, dass die Zahl der Besuche und der Kreis der Besucher streng reglementiert waren. Nach der Öffnung der DDR-Grenzen Ende 1989 konnten die Beziehungen weitere Tiefe gewinnen, die Zusatzvereinbarung wurde gegenstandslos.

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