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Gereon Krebber

Kulturpreisträger 2007

© Museen der Stadt Recklinghausen

Der Bildhauer Gereon Krebber bekam den Kulturpreis der Stadt Bottrop im Jahr 2007. Mit der Verleihung des Preises würdigt die Stadt das vielseitige künstlerische  Werk eines sehr engagierten Bildhauers und Objektkünstlers.  Der in Bottrop geborene Krebber habe durch sein künstlerisches Wirken zur  Belebung der kulturellen Szene unserer Stadt und unserer Region in besonderer Weise  beigetragen, heißt es in der Begründung der Jury. Seit 1989 wird der Kulturpreis alle zwei Jahre vergeben. Deutlich in Krebbers Werk wird seine Leidenschaft, mit unterschiedlichen Materialien zu spielen. So benutzt er Pappmache, Bauschaum und Styropor. Mit dieser durchaus humorvoll gemeinten Materialverwendung werden die Besucher  bereits im Eingangsbereich der Ausstellung konfrontiert. Ein Kubus und eine Kugel sind mit kilometerlanger Frischhaltefolie umwickelt. Die als architektonische Ektoplasmen beschriebenen Skulpturen stehen exemplarisch für die oft raumfüllenden Werke Krebbers.  Seine Kunst bewege sich im Spannungsfeld zweier gegensätzlicher Pole.  Trotz der scheinbaren Transparenz durch die Verwendung der Frischhaltefolie sind die Skulpturen für den Betrachter undurchdringbar.  Durch ihre Halbtransparenz scheinen die Objekte auch in ihrem Aggregatzustand zwischen gefroren und flüssig zu schwangen. In der Schwebe zwischen mehreren Polen  findet Krebber sein künstlerisches Betätigungsfeld. Dabei bezieht der ausdrücklich die Ausstellungsbesucher mit ein.  Unwillkürlich berühren sie seine Objekte, obwohl dies in  Ausstellungen ganz und gar unüblich ist. Bei Gereon Krebber ist dies durchaus kalkuliert. "Ich versuche so, die Auge-Hand-Koordination kurzzuschließen", sagt Krebber. Die Alltagsnähe der verwendeten Materialien sollen diese Verhalten der Betrachter zusätzlich provozieren.  Man kennt die Materialien, kann sie aber nicht in der Art und Weise in Verbindung bringen, wie Krebber sie verwendet. "Das Objekt ist in der Welt. Das ist das Problem", sagt der 34jährige Künstler, dem es zuweilen eine schelmische Freude bereitet, die Betrachter seiner Kunst zu betrachten.  "Man ist gezwungen sich zu verhalten, hat dafür aber keine Anleitung."

Der in London und Köln lebende Krebber sucht die ummittelbare Konfrontation mit seiner Kunst. Internationale Beachtung hat er mit Skulpturen gefunden, die schon mal die Ausdehnungen eines Raumes zu sprengen scheinen. Auch im Kulturzentrum August Everding wollte der Kulturpreisträger größere Plastiken zeigen.  Trotz aller Vorbereitung, scheiterte dies daran, dass die Türen in das Gebäude zu klein sind. Krebber, der über seine Arbeitweise sagt, "ich liebe banale Materialien und Themen", scheint hieran sein Vergnügen zu haben

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