FabLab-Gemeinschaft forschte auf Prosper III
Kreativkonferenz arbeitete an Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen
Bottrop ist mit der Hochschule Ruhr West (HRW) ein Knotenpunkt im Netzwerk der internationalen FabLab-Community. Eine Woche lang haben sich rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Europa über digitale Fertigung, Open-Source-Technologien und neue Entwicklungen der Maker-Bewegung ausgetauscht.
Die FabX 2026 an der HRW fand parallel zur internationalen FAB26 Conference & Symposium in Boston statt. Beide Veranstaltungen wurden, während eines Public Viewings zusammengeschaltet, sodass ausgewählte Programmpunkte kontinentübergreifend verfolgt werden konnten.
Zum Programm der einwöchigen Kreativkonferenz gehörten Workshops zu Themen wie Recycling, Open-Source-Hardware, Leiterplattenentwicklung mit KiCad, parametrischer Laserbearbeitung, BirdNET, Mini-CNC-Systemen und Quantentechnologien. Während offener Projektphasen wurden gemeinsam an Ideen gearbeitet und Erfahrungen ausgetauscht. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des RUB-Makerspace von der Ruhr-Uni in Bochum mit Einblicken in verschiedene Werkstattbereiche sowie praktischen Anwendungen aus den Bereichen Metallbearbeitung, Elektronik und Injection Moulding.
Beeindruckt waren die internationalen Gäste von dem 600 Quadratmeter großen Fablab der HRW an der ehemaligen Zeche Prober III. Vertreterinnen und Vertreter des FabLab Groningen, des ULB FabLab, des Aalto FabLab, des IAS FabLab sowie des Waag Futurelab Amsterdam müssen sich oft in deutlich kleineren Laboren begnügen.
Das Treffen in Bottrop fiel in ein besonderes Jubiläumsjahr. Vor 25 Jahren wurde die weltweite FabLab-Bewegung gegründet. Das internationale Netzwerk verbindet Menschen, die digitale Fertigung, Open Source und kollaborative Innovation nutzen, um Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Mehrere tausend FabLabs bilden ein weltweites Netzwerk, das Bildung, Forschung und gemeinschaftliche Innovation miteinander verbindet.
Die FabX wurde im Rahmen des Projekts Fab.Future Ruhr vom HRW FabLab und dem RUB-Makerspace organisiert. Ziel des Projekts ist es, die Makerszene im Ruhrgebiet nachhaltig zu stärken, internationale Kooperationen auszubauen und den Wissenstransfer zwischen Hochschulen, FabLabs sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren zu fördern.
Die positive Resonanz der Teilnehmenden hat gezeigt, wie wichtig regionale Formate und die Begegnungen in Bottrop mit internationaler Ausrichtung für die FabLab-Community sind. Neue Kontakte und entstandene Kooperationen bilden eine wertvolle Grundlage, um den Austausch über Ländergrenzen hinweg fortzuführen und die Innovationskraft der Maker-Community im Ruhrgebiet langfristig weiterzuentwickeln.
Über das FabLab in Bottrop
Das HRW FabLab am Campus Bottrop der Hochschule Ruhr West (HRW) zählt zu den größten und am besten ausgestatteten FabLabs weltweit. Als offener Makerspace bietet es auf rund 600 Quadratmetern modernste Technologien – von 3D-Druck und Lasercuttern über Elektronikfertigung bis hin zu VR-Anwendungen und Werkstätten für Holz, Kunststoff und Metall. Hier entstehen aus Ideen innovative Prototypen und praxisnahe Lösungen.
Mit seinem kostenlosen offenen Angebot jeden Mittwoch sowie zahlreichen Workshops und Kursen für Schulen, Hochschulen, Unternehmen und weitere Zielgruppen vermittelt das interdisziplinäre Team digitale Kompetenzen und unterstützt Besucherinnen und Besucher dabei, eigene Projekte erfolgreich umzusetzen. Als Teil des weltweiten FabLab-Netzwerks steht das HRW FabLab für Innovation, Wissenstransfer und den niedrigschwelligen Zugang zu modernen Fertigungstechnologien.