Bottrop blickt mit Ausstellung auf 50 Jahre Städtepartnerschaft mit Tourcoing zurück
Ausstellung des Stadtarchivs sowie Wanderausstellung mit 50 Zeichnungen
Bottrop-Tourcoing - 50 Jahre Städtpartnerschaft
Anlässlich des 50. Jahrestages zur Begründung der Städtepartnerstadt zwischen Tourcoing und Bottrop eröffnet am 8. Juni eine neue Ausstellung im Kulturzentrum August Everding. Neben zwei Vitrinen mit ungewöhnlichen Exponaten sind vor allem Stellwände mit unzähligen Zeitungsartikeln und vielen persönlichen Geschichten zu sehen.
Konzipiert hat die Ausstellung Stadtarchivarin Heike Biskup. Zusammengestellt und gestaltet wurden die Infotafeln von Nina Golischewski, Grafikerin bei der städtischen Pressestelle. Umgesetzt werden konnte das aufwendige Projekt, weil es von der Egon-Bremer-Stiftung gefördert wurde. Dabei war es Erich Stemplewitz vom Vorstand der Stiftung bei diesem Projekt ein besonderes Anliegen, denn er ist auch zugleich Vorsitzender der Deutsch-Französischen Gesellschaft. Die Gesellschaft hatte bei der Umsetzung ebenso geholfen wie die französischen Partner in Tourcoing. Dort gibt es seit vielen Jahren die 'Amis de Bottrop-Berlin-Mülhausen'.
Das Stadtarchiv hatte dazu aufgerufen, Bilder, Briefe und vor allem Erinnerungen an Tourcoing für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Zusammen gekommen sind mehr als 60 Beiträge, die nun gemeinsam mit Urkunden, Bilder und anderen Quellen aus der Alltagskultur beider Städte gezeigt werden.
Wanderausstellung mit Karikaturen aus Deutschland und Frankreich
Neben den Ausstellungsstücken aus Bottrop und Tourcoing gibt es ergänzend eine Wanderausstellung zum Thema der deutsch-französischen Beziehungen zu sehen. Ausgangspunkt ist der 22. Januar 1963. An diesem Tag unterzeichneten Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer in Paris den Elysee-Vertrag, der nach drei Kriegen und fast hundertjähriger Erbfeindschaft die Freundschaft zwischen beiden Ländern besiegelte. Fünfzig Jahre danach sind Deutschland und Frankreich enger miteinander verflochten als je zuvor.
Die Ausstellung lässt deutsche und französische Karikaturisten einen kritischen, manchmal auch satirisch-sarkastischen und ätzenden, immer aber humorigen Blick auf über fünfzig Jahre deutsch-französische Zusammenarbeit werfen. Man begegnet alten und neuen Bekannten: Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, Willy Brandt und Georges Pompidou, Valery Giscard d'Estaing und Helmut Schmidt, Helmut Kohl und François Mitterrand, Jacques Chirac und Gerhard Schröder, Nicolas Sarkozy, François Hollande und Angela Merkel.