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© Stadt Bottrop

Brunnen am Döckelhorst

Die Brunnenanlage wurde im Jahr 1957 geplant und im Jahr 1959 errichtet. Sie ist damit fast so alt wie die Siedlung Welheimer Mark an sich. Er hat eine 4,5 Meter hohe Säule in der Mitte eines 3 Meter breiten Wasserbeckens. Entworfen hatten ihn der Essener Bildhauer Joss Röwer. Oben auf der Säule befindet sich ein Hahn aus Bronze - ein Zeichen der Wachsamkeit. Ebenfalls aus Bronze sind um die Säule herum spiralförmig Figuren in mittelalterliche Tracht angebracht. Der Brunnen stellt das ortsgeschichtlich bedeutsame Ereignis der "Welheimer Reise" im Jahr 1789 dar. Damit ist die Brunnenanlage sowohl für Ortsgeschichte der Siedlung Welheimer Mark als auch der Stadt Bottrop insgesamt von besonderer Bedeutung.

Welheimer Reise

Seit dem 14. Jahrhundert zogen früher die St. Sebastian-Schützen aus Essen am Mittwoch nach Pfingsten zur Welheimer-Kommende. Die Wasserburg bedankte sich mit ihrer regelmäßigen Einladung für den Schutz, den sie von den Essener Schützen erhielt. Dieser Tradition machte der Vestische Statthalter, Graf von Nesselrode, am 3. Juni 1789 ein Ende. Der Graf ließ 600 Rechlinghauser Schützen an den Emscher-Übergängen Position nehmen, um den Essener Schützen den Übergang zu verwehren. Die Schützen zogen ab und ein Kleinkrieg wurde verhindert.

Dass die "Welheimer Reise" von großer Bedeutung für die Bottroper Stadtgeschichte ist, zeigt die Tatsache, dass sie auch auf einem Gemälde im Ratssaal verewigt ist.

Andreas Pläsken, ehemaliger Pressesprecher der Stadt Bottrop, erklärt die "Welheimer Reise", die auf einem Gemälde im Ratssaal verewigt ist.