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Brücke Prosperstraße: Gutachter stellt Umleitungskonzept vor

Die Umleitungen sollen an die jeweiligen Bauphasen angepasst und für Auto-, Rad- und Fußgängerverkehr über gesonderte Strecken geführt werden.

Wenn 2027 die mehr als einhundert Jahre alte Bahnbrücke über die Prosperstraße abgerissen und durch eine neue Brücke ersetzt wird, kann dies nicht ohne eine Sperrung der Prosperstraße umgesetzt werden. Rund zwei Jahre wird die Bauzeit betragen und daher hat die Deutsche Bahn ein Ingenieurbüro beauftragt, das die möglichen Umleitungen genauer überprüft. Am Donnerstag, 16. April 2026, wurden die Pläne der Öffentlichkeit und der Politik vorgestellt.

In einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und Verkehrsausschuss sowie der betroffenen Bezirksvertretungen Bottrop-Süd und Bottrop-Mitte hatten die Mitglieder das Erstellen des Umleitungskonzepts ausdrücklich begrüßt. Jetzt wird das Konzept in den Fraktionen und Ratsgruppen beraten, Fragen und Anregungen gesammelt und dem Gutachterbüro übergeben. Für alle Bürgerinnen und Bürger hat die Stadt Bottrop das Konzept auf seiner Webseite als Download zur Verfügung gestellt.

Infoveranstaltung für die Unternehmen bei der MC Bauchemie.© Stadt Bottrop

Ebenso soll verfahren werden mit Rückmeldungen aus den betroffenen Unternehmen der Gewerbegebiete im Umfeld der Properstraße. Dazu hatte die Wirtschaftsförderung der Stadt Bottrop am Freitag, 17. April 2026, eine Informationsveranstaltung mit den Unternehmen am Standort der MC Bauchemie durchgeführt. Dabei hatten die beteiligten Unternehmen die frühzeitige Information begrüßt. Zur Konzeption gab es vor allem Fragen zur Anlieferung der Betriebe, zur Warenauslieferung sowie zur Anfahrt zu den Kunden während der Bauzeit. Es wurde eine Reihe von Einzelvorschlägen und Anregungen gemacht, die nun in das finalisierte Umleitungskonzept einfließen sollen.

Verkehrsgutachter Hendrik Halbe© Stadt Bottrop

"Wir sind derzeit in der Detailplanung und können durchaus noch Hinweise und Vorschläge einarbeiten", sagt Hendrik Halbe vom Ingenieurbüro Lindschulte, das als Verkehrsgutachter für die Deutsche Bahn die Konzeption erstellt hat. Die Finalisierung der Planungen erstelle man erst, wenn die Rückläufe erfolgt seien. Den einen oder anderen Punkt können man mit Sicherheit noch optimieren. Insgesamt sei aber nun einmal das verfügbare Straßennetz, das den Verkehr aufnehmen müsse, begrenzt.

Geplant hat das Büro unterschiedliche Umleitungsstrecken jeweils für Autos, Busse, Radverkehr, Fußgänger und auch die Belange der Feuerwehr und des Rettungsdienstes mussten berücksichtigt werden. Zudem muss sich die Streckführung an die jeweilige Bauphase richten, wovon es insgesamt vier gibt.

Pressegespräch zum Umleitungskonzept

Teil der breiten Information im Vorfeld der Sperrung war auch ein ausführliches Gespräch mit Vertreten der örtlichen Medien, in dem die Planungen dargestellt wurden. Einen Mitschnitt ist auf dieser Seite und auf YouTube verfügbar.

Pressekonferenz zum Umleitungskonzept Prosperstraße© Stadt Bottrop

Einzelheiten zum Konzept

Kreuzung Knappenstraße/Prosperstraße

Wichtiger Punkt ist die Kreuzung Knappenstraße/Prosperstraße, weil entlang der Knappenstraße auf dem ehemaligen RAG-Parkplatz die neuen Brückenelemente vormontiert werden. Danach werden sie zur Prosperstraße transportiert dort auf die Widerlager der Brücke aufgesetzt. Für die Bauphasen, in denen dies passiert, muss aber auch die Kreuzung Knappenstraße/ Prosperstraße gesperrt werden. Das bedeutet, dass dann eine Umleitung im Nahbereich über Devenstraße, Brakerstraße, An der Knippenburg und Knappenstraße nicht möglich ist. Der Verkehr kann dann nur großräumig über Ostring, Horster Straße, Wilhelm-Tenhagen-Straße und Johannesstraße umgeleitet werden.

Wohngebiet Steigerstraße

Besonderes Augenmerk liegt auf der Steigerstraße, die als Spange Brakerstraße und Knappenstraße verbindet. Sie gehört nicht zur Umleitungsstrecke und auch der Schleichverkehr soll unter allen Umständen aus der Straße herausgehalten werden. Dies soll dadurch geschehen, dass die Durchfahrt mit einer Schranke gesperrt wird und lediglich Feuerwehr und Rettungsdienst die Strecke nutzen können. Die Stadt Bottrop arbeitet derzeit bereits an einer technischen Umsetzung.

Radverkehr

Da auch die Brücke des Radwegs über die Prosperstraße betroffen ist, gibt es ebenfalls Umleitungsstrecken für den Radverkehr. Er wird von dem Radweg über einen Wirtschaftsweg am Tetraeder über die Beckstraße, Ostring, Devenstraße und Brakerstraße zurück auf den Radweg geführt. Eine zusätzliche Route über Morian- und Knappenstraße steht ebenfalls zur Verfügung, aber nur in der ersten und dritten Bauphase.

Linienführung der Busse ändert sich

Die Buslinien 263 und 268 werden während der Bauzeit eine andere Linienführung bekommen. In der ersten und dritten Bauphase werden sie über Devens- und Brakerstraße zur Knippenburg fahren. Linie 263 fährt dann Richtung Prosperstraße, während die Linie 268 weiter Richtung Welheimer Mark geführt wird. Während der zweiten und vierten Bauphase und der großräumigen Umleitung, fährt die Linie 263 über Ostring, Horster Straße, Johannesstraße und Welheimer Straße. Damit das Alpincenter an das Busnetz angebunden bleibt, wird es von einem Taxibus angefahren.

Laufenden Bürgerinformationen geplant

Ähnlich wie bei der Brücke der A 42 plant die Stadt Bottrop, die Bürgerinnen und Bürger laufend über den aktuellen Stand zu unterrichten, sobald ihr selbst Informationen vorliegen. Bauträger der Brücke ist die Deutsche Bahn. Die Stadt selbst will im Zuge der Baumaßnahme im Brückenbereich die Straße und die Kanalisation erneuern. Wie die jeweiligen Umleitungen geregelt sind, wir im Vorfeld kommuniziert.

Alle laufenden Informationen sowie das nun vorgestellte Umleitungskonzept können auf der Webseite der Stadt Bottrop abgerufen werden.
Die Adresse lautet: www.bottrop.de/bruecke-prosperstrasse