Kreisverkehr für Kirchhellen geplant
Verkehrssicherheit soll erhöht werden
Der Knotenpunkt Pelsstraße / Hauptstraße / Feldhausener Straße in Kirchhellen soll zu einem Kreisverkehr umgebaut werden. Die Entwurfsplanung ist gestern (1.9.) erstmals öffentlich in der Bezirksvertretung Kirchhellen vorgestellt worden. Damit soll der Verkehr an der Kreuzung neu geordnet und gleichzeitig die Verkehrssicherheit erhöht werden. Seit 2024 gilt der Bereich als Unfallschwerpunkt, derzeit ist eine provisorische Ampelanlage dort aufgebaut. „Zurecht haben die BezirksvertreterInnen eine dauerhafte Lösung gefordert. Mit dem Umbau zum Kreisverkehr können wir dies nun umsetzen,“ so Klaus Müller, Technischer Beigeordneter der Stadt Bottrop bei der Vorstellung der Pläne. „Allerdings können wir hier keinen Kreisverkehr „von der Stange“ bauen, sondern benötigen eine Speziallösung. Der Kreisverkehr wird ein Stück weit nach Norden aus der Achse verschoben.“
Stephan Lohbeck vom Fachbereich Tiefbau erläuterte in der Sitzung die Herausforderungen. Zum einen wird der Schölsbach offengelegt und muss am Kreisverkehr vorbeigeführt werden, zum anderen stehen Flächen im südlichen Bereich nicht für den Ausbau zur Verfügung. „Wir werden nun den Rad- und Fußverkehr an der Feldhausener Straße über eine Querungshilfe in Richtung Dorf führen. In Richtung Gewerbegebiet Pelsstraße gibt es eine weitere Querungshilfe auf Höhe der Horsthofstraße.“ Der heutige Mitfahrerparkplatz wird begrünt, auf der gegenüberliegenden Seite entsteht ein neuer Stellplatz. Die Zahl der Parkplätze bleibt erhalten. Ein neu angelegter Fuß- und Radweg führt dann durch die Grünfläche auf die Pelsstraße, als Verbindung bleibt die Alte Pelsstraße bestehen.
Die Wegeführung ist in enger Abstimmung mit der Unfallkommission erfolgt, betont Dino Rühlemann vom Straßenverkehrsamt der Stadt Bottrop. Auch Steffen Jonek, Leiter des Fachbereichs Tiefbau bekräftigt: „Bei der Planung stand die Verkehrssicherheit im Mittelpunkt.“
Auf Grundlage dieser Entwürfe wird nun die Genehmigungs- und Ausführungsplanung erstellt. Der notwendige Beschluss zum Straßenausbauprogramm wird zunächst in der Bezirksvertretung Kirchhellen beraten und im Bau- und Verkehrsausschuss abschließend entschieden. Das derzeit laufende Bebauungsplanverfahren wird voraussichtlich Anfang 2027 abgeschlossen und rechtskräftig sein. Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich voraussichtlich auf 1,96 Millionen Euro. Über die „Förderrichtlinie kommunaler Straßenbau“ können 80 Prozent davon vom Land übernommen werden. Ein Förderantrag ist gestellt.