Stadt feiert neu eingebürgerte Bottroperinnen und Bottroper
Ein starkes Bekenntnis zu Demokratie und Vielfalt
Rund 55 Bottroperinnen und Bottroper haben am Freitag, 4. September, im Rahmen einer feierlichen Einbürgerungsveranstaltung im Rathaus ihre Einbürgerungsurkunden aus den Händen von Oberbürgermeister Matthias Buschfeld erhalten.
Sie stehen stellvertretend für die vielen Menschen, die jedes Jahr in Bottrop die deutsche Staatsangehörigkeit beantragen. Seit der Novellierung des Staatsangehörigkeitsgesetzes im Juni 2024 ist die doppelte Staatsangehörigkeit in Deutschland grundsätzlich möglich. Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger konnten daher ihre ursprüngliche Staatsangehörigkeit behalten.
Die Stadt Bottrop versteht die Einbürgerungsfeier auch als ein Fest der Vielfalt und des Zusammenlebens. Die Feier würdigt die Tatsache, dass sich Menschen aus den verschiedensten Herkunftsländern (Syrien, Portugal, Algerien, Ecuador, Nigeria, Ukraine, Griechenland, Türkei, Polen, Tunesien, Kroatien, Slowenien, Afghanistan) zu den Werten der Verfassung bekennen und bereit sind, ihre Stadt aktiv mitzugestalten. Die neu Eingebürgerten erhalten nicht nur einen sicheren Aufenthaltsstatus, sondern auch das Recht, zu wählen und sich wählen zu lassen.
Oberbürgermeister Matthias Buschfeld gratulierte den neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern herzlich: „Ich freue mich für Sie und mit Ihnen und gratuliere Ihnen allen ganz herzlich zur deutschen Staatsbürgerschaft! Ich möchte Sie ermutigen: Mischen Sie sich ein und bringen Sie sich ein und machen Sie besonders von Ihrem Wahlrecht Gebrauch.“
Cara Otto, Sachgebietsleiterin der Ausländerbehörde, erinnerte in ihrer Ansprache an die Bedeutung der mit der deutschen Staatsangehörigkeit verbundenen Grundrechte und Freiheiten:
„Freiheit bedeutet, seine Meinung zu äußern, seinen Glauben frei zu leben, seinen Lebensweg selbst zu bestimmen und sich aktiv in unsere Gesellschaft einzubringen. Diese Freiheiten erscheinen uns im Alltag oft selbstverständlich. Tatsächlich sind sie jedoch das Ergebnis einer langen historischen Entwicklung und sie müssen jeden Tag aufs Neue geschützt und gelebt werden.“
Im Mittelpunkt der Feier stand das feierliche Bekenntnis zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.
Oberbürgermeister Matthias Buschfeld nahm dieses Bekenntnis von den neuen Bürgerinnen und Bürgern ab und überreichte anschließend die Einbürgerungsurkunden.
Mit der Urkunde erhielten alle Eingebürgerten ab 14 Jahren ein Exemplar des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Die Kinder und Jugendlichen unter 14 Jahren bekamen das Buch „Freiheit“ der Bundeszentrale für politische Bildung als Geschenk.