Josef Albers-Toast und Erinnerungen zum Jubiläumsauftakt
Museum Quadrat feiert 50-jähriges Bestehen mit Ausstellungen und Veranstaltungen
Vor 50 Jahren wurde das Josef-Albers-Museum Quadrat eröffnet. Mit gleich mehreren Ausstellungen wurde jetzt das Jubiläumsprogramm gestartet. Zahlreiche Gäste aus Kultur, Politik sowie Wegbegleiter der Museumsgeschichte kamen zur Eröffnungsveranstaltung ins Quadrat.
Oberbürgermeister Matthias Buschfeld betonte die herausragende, international anerkannte kulturelle Qualität des Museums. Die Eiszeitsammlung, die Museumsarchitektur, die herausragende Bedeutung von Josef Albers und der Skulpturenpark vereinen eine besondere Kombination, die „die Vielfalt und Identität unserer Stadt widerspiegelt.“ Josef Albers und der erste Museumsleiter Arno Heinrich haben mit ihren Leistungen die Grundsteine gelegt. Beide haben mit großer Leidenschaft ihre Ziele verfolgt. Aus bescheidenen Verhältnissen stammend, haben sie sich autodidaktisch ihre Wissensgebiete erschlossen. „Beide Männer hatten ihre ganz persönliche Vision, die sie zeitlebens verfolgt haben“, sagt Oberbürgermeister Buschfeld.
Eine große Unterstützerin des Museums ist die Sparkasse Bottrop. Simone Münchow, Vorständin der Kulturstiftung der Sparkasse Bottrop, sieht in dem Museum ein besonderes Angebot und kündigte an, die Entwicklung des Museums weiter zu fördern.
Johannes von der Gathen vom Museumsverein Josef Albers Museum Quadrat sieht in dem Museumszentrum einen Begegnungsort für Bürgerinnen und Bürger. Er fühlt sich seit Kindheitstagen dem Museum verbunden - zunächst vor allem mit den Mammutskeletten im Museum für Ur- und Ortsgeschichte, später dann auch mit den Quadraten und der Kunsttheorie von Josef Albers.
In seinem Festvortrag erinnerte Andreas Heinrich an seinen Vater Arno Heinrich. Umwege führten den 1929 in Stettin geborenen Heinrich nach dem Zweiten Weltkrieg zum Bergbau nach Bottrop. Zufällige Funde unter Tage weckten seine Begeisterung für Fossilien und Mineralien. Die Familie von Arno Heinrich lebte zeitweise im Dachgeschoss der Villa, die heute das Museum für Ur- und Ortsgeschichte beherbergt. Andreas Heinrich schilderte die besondere Atmosphäre nächtlicher Rundgänge mit Freunden durch die Ausstellung von Skeletten.
Vor dem Museum war ein Tonbandmitschnitt von Josef Albers zu hören. In einem „Tribut to the Toast“ beschrieb er die besonderen Eigenschaften des Sandwiches. An einem eigens aufgebauten Stand wurde den Besucherinnen und Besuchern die beschriebenen Toasts serviert.
Anlässlich des Jubiläums thematisiert eine Ausstellung in der Modernen Galerie „50 Jahre Quadrat“. Im Erweiterungsbau sind Werke des Konstruktivisten Richard Paul Lohse zu sehen. Im Museum für Ur- und Ortsgeschichte wird an Arno Heinrich erinnert. Der Skulpturenpark lädt jederzeit zu einem Spaziergang ein. Zudem finden zahlreiche Veranstaltungen statt.