Gilda Bräuer zeigt ihr „Vielerlei ich“
Ausstellung in der Bezirksverwaltungsstelle Kirchhellen
In dem Werk von Gilda Bräuer fällt zunächst einmal die Vielfältigkeit auf. Die Bottroper Künstlerin schlägt gleichzeitig unterschiedliche Stilrichtungen ein. Dieser Mix ist jetzt im Bürgerbüro in Kirchhellen zu sehen. Acrylgemälde hängen neben Häkelarbeiten, bearbeiteten Fotografien und Bleistiftzeichnungen. Der Titel ihrer Ausstellung ist da nur konsequent: „Vielerlei ich“.
„Es sind mehrere Linien, auf denen ich forsche“, sagt Gilda Bräuer über ihre Stilvariation und fasst dies unter dem Begriff „Konzeptkunst“ zusammen. Sie verarbeitet unterschiedliche Materialien wie Metallteile, Holz und Polyestergarn sowie Klarlack und Klebstoffe. Mit etwa zehn Arbeiten im Jahr ist Gilda Bräuer sehr produktiv, zumal der Entstehungsprozess einiger Werke aufwendig und komplex ist. „Ich habe sehr konkrete Vorstellungen, wie das Bild am Ende aussehen wird und welche Arbeitsschritte dafür notwendig sind.“
Im Bürgerbüro der Bezirksverwaltungsstelle sind 13 Arbeiten zu sehen, die in den vergangenen sieben Jahren entstanden sind. „In meinen Arbeiten bin ich sehr individualistisch. Ich suche Wege und Ausdrucksformen, die es zuvor so noch nicht gegeben hat“, erklärt sie. Daraus resultiert eine gestalterische Unabhängigkeit, durch die sich dennoch ein roter Faden zieht. In allen ihren Werken gibt es Elemente der geometrischen Abstraktion. „Geometrie hat für mich eine besondere Schönheit“, sagt Gilda Bräuer.
Ab November werden weitere Arbeiten von ihr außerdem im Kulturzentrum August Everding und im Stückgut an der Cyriakus-Kirche ausgestellt.