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© Stadt Bottrop

Grabstätte von Johann Breuker neugestaltet

Stadt Bottrop unterstützt Heimatverein

Auf dem Alten Friedhof in Kirchhellen ist das Grab Johann Breukers (1817–1885) umgestaltet worden. Auf Initiative des Heimatvereins und mit Unterstützung der Vereinten Volksbank und der Stadt Bottrop ist die historische Grabstätte des Sozialreformers umfassend erneuert worden. Sie erinnert an einen der bedeutendsten Kirchhellenern. 

Johann Breuker gilt als Vorkämpfer für die Verbesserung der landwirtschaftlichen Verhältnisse. Der Kleinbauer aus Hardinghausen war Gründer des ersten Bauernvereins im Vest Recklinghausen, Mitbegründer des Westfälischen Bauernvereins, Redakteur und Verleger der Bauernzeitung „Westfälischer Bauer“. Er gilt bis heute als Vordenker des Genossenschaftsgedankens.

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Der Vorsitzende des Heimatvereins Ludger Schnieder erläutert, dass die Neugestaltung ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für Johann Breuker sei. „Der bisherige Gedenkstein aus dem Jahr 1962 war stark verwittert, zahlreiche Kupferbuchstaben fehlten, sodass die Inschrift kaum noch lesbar war. Wir sind sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung durch die Vereinte Volksbank. So konnten wir den alten Stein durch einen neuen Sandstein aus der Region mit eingravierter Inschrift ersetzen. Auch die Stadt Bottrop hat uns unterstützt.“

Der Fachbereich Umwelt und Grün der Stadt Bottrop hat die nun vergrößerte Grabfläche neu gestaltet und mit Bodendeckern und Hortensien bepflanzt. Künftig übernimmt der Heimatverein mit Ehrenamtlichen die regelmäßige Pflege der Grabstätte. „Auch wir begrüßen die Initiative des Heimatvereins und haben gerne unterstützt. Es ist ein schöner Punkt hier auf dem Alten Friedhof und so etwas gemeinsam umzusetzen, zeigt auch den Zusammenhalt“, sagte Tilman Christian, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Grün.

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Martin Wissing, Vorstand der Vereinten Volksbank, erläutert die enge Verbindung zu Johann Breuker. „Unsere Geschäftsstelle liegt am Johann-Breuker-Platz. Wir haben die Gedenkplatte am Eingang, und der Gedanke passt zum Genossenschaftsgedanken. Es liegt also in unserer DNA. Da war es für uns selbstverständlich, dieses Projekt zu unterstützen.

“Anlässlich der Neugestaltung erinnerte Georg Diericks vom Fachbereich Umwelt und Grün der Stadt Bottrop an die Umbettung der Grabstätte im Jahr 1962. „Damals gab es den Wunsch für den bedeutenden Kirchhellener eine Ehrengrabstätte bereitzustellen. Auch der Gedenkstein wurde gesetzt. In unseren Archiven haben wir dazu noch die alten Vermerke und Protokolle.“   

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Der Heimatverein Kirchhellen sieht im Projekt der Neugestaltung zugleich ein Zeichen für das wachsende Interesse an der lokalen Geschichte. „Wir haben bei der Mitgliederversammlung gefragt, wer mithelfen möchte und sind sofort auf große Begeisterung gestoßen“, berichtet Vorstandsmitglied Rainer Vosbeck. Die Zahl der Mitglieder sei in den vergangenen Jahren von 635 auf über 850 angestiegen.