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Asiatischen Hornisse Embryonalnester jetzt melden

Ausbreitung der Asiatischen Hornisse im Blick behalten

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist eine invasive gebietsfremde Art. Aufgrund ihrer weiten Verbreitung wurde sie im Jahr 2025 von der Europäischen Union als etablierte Art gemäß Artikel 19 der EU-Verordnung Nr. 1143/2014 eingestuft. Damit besteht keine behördliche Bekämpfungspflicht mehr.

Um eine weitere Ausbreitung dennoch einzudämmen, wird die Beseitigung von Nestern durch geschultes Fachpersonal weiterhin empfohlen. Diese liegt jedoch in der Verantwortung der jeweiligen Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer.

Embryonalnest© Thomas Beißel

Situation in Bottrop

Auch im Stadtgebiet Bottrop gibt es seit einigen Jahren zahlreiche Nachweise der Asiatischen Hornisse. Um die lokale Ausbreitung weiterhin im Blick zu behalten, steht die Erfassung von Nestern im Mittelpunkt.

Die Stadt Bottrop bittet Bürgerinnen und Bürger daher, Hinweise auf die Asiatische Hornisse mit Fotos oder Videos sowie möglichst genauen Angaben zum Fundort zu melden – insbesondere jetzt im Frühjahr, wenn die sogenannten Embryonalnester gut sichtbar sind. Diese ersten Nester befinden sich häufig an Dachüberständen oder in Geräteschuppen und sind daher vergleichsweise leicht auffindbar.

Hinweise können per E-Mail an die Untere Naturschutzbehörde unter
naturschutzbehoerdebottropde
oder über den städtischen Meldelink übermittelt werden.

Bestimmung der Asiatischen Hornisse

Asiatische Hornisse© Stadt Bottrop

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist mit etwa zwei Zentimetern Körperlänge etwas kleiner als die heimische Hornisse (Vespa crabro). Auffällig sind ihre schwarze Brust, die schwarz-gelben Beine sowie der überwiegend dunkle Hinterleib mit gelben Banden.

Auch der Lebenszyklus unterscheidet sich: Während die heimische Hornisse spätestens Ende Oktober nicht mehr aktiv ist, kann die Asiatische Hornisse bis in den Dezember hinein beobachtet werden.

Wechsel der Nester im Jahresverlauf

Die Asiatische Hornisse baut innerhalb eines Jahres mindestens zwei Nester.

  • Embryonal- und Primärnest (Frühjahr bis Frühsommer):
    Nach dem Bau des Embryonalnestes entsteht – je nach Witterung zwischen Mai und Juni – ein etwa 4 bis 15 Zentimeter großes Primärnest. Dieses wird häufig bodennah in Sträuchern, Hecken, unter Dachüberständen oder in Geräteschuppen angelegt. In dieser Phase ist das Volk noch vergleichsweise klein und weniger aggressiv. Eine Entfernung durch geschultes Fachpersonal ist hier am effektivsten.
  • Sekundärnest (Sommer):
    Ab Juli oder August gründet die Königin in nahegelegenen, bis zu 30 Meter hohen Bäumen ein großes Sekundärnest, das einen Durchmesser von bis zu 1,20 Metern erreichen kann. In dieser Phase wächst das Volk auf mehrere Tausend Tiere an und zeigt ein deutlich aggressiveres Verhalten. Eine Bekämpfung ist dann nur mit erheblichem Aufwand durch Fachpersonal möglich.

Im Spätherbst verlässt die befruchtete Königin das Nest und sucht ein Winterquartier auf. Das Sekundärnest verbleibt in der Baumkrone und verwittert. Das Volk stirbt im Winter in der Regel ab; die alten Nester werden im Folgejahr nicht erneut besiedelt.

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