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Präventionsausstellung stärkt Kinder und schützt vor Missbrauch

Caritasverband Bottrop übernimmt bewährtes Präventionsangebot „Echt Klasse!“ – Stadt Bottrop ist Kooperationspartnerin

Der Caritasverband für die Stadt Bottrop e. V. übernimmt die Präventionsausstellung „Echt Klasse! – Kinder stark machen und vor Missbrauch schützen“ der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel. Gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Bottrop und weiteren Kooperationspartnerinnen und -partnern soll das bewährte Angebot langfristig in Bottrop und der Region verankert werden.

Bei einer Auftaktveranstaltung am Dienstag, 8. September, wurde die Ausstellung erstmals im Foyer des Bottroper Rathauses vorgestellt. Sie richtet sich insbesondere an Grundschulen sowie an die Klassenstufen 5 und 6. Ziel ist es, Kinder frühzeitig und altersgerecht dabei zu unterstützen, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen, selbstbewusst „Nein“ zu sagen und Schutzstrategien gegen Missbrauch zu entwickeln.

Jerome Braun, Geschäftsführer der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel übergibt symbolisch den Staffelstab an Alexander Hohler, Vorstand des Caritasverbandes Bottrop und die KooperationspartnerInnen.© Stadt Bottrop

„Als Kooperationspartner ist es uns wichtig, dass auch in Bottroper Schulen eine Sensibilisierung für dieses Thema stattfindet. Der Schutz der Kinder und das Wahren ihrer Rechte steht an oberster Stelle“, betonte Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert bei der Vorstellung der Ausstellung.

Auch Alexander Hohler, Vorstand des Caritasverbandes Bottrop, unterstrich die Bedeutung des Projektes: „Als Wohlfahrtsverband stehen wir an der Seite von Familien, Kindern und Jugendlichen in all ihren Lebenslagen. Umso mehr freuen wir uns, gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern Verantwortung für die Ausstellung ‚Echt Klasse!‘ zu übernehmen und damit einen wichtigen Beitrag zur Präventionsarbeit zu leisten. Denn Kinder müssen wissen, dass ihre Gefühle und Grenzen zählen und dass sie sich jederzeit Hilfe holen dürfen. Die Ausstellung schafft dafür einen kindgerechten Zugang, stärkt Kinder und hilft, das Tabu um sexualisierte Gewalt zu brechen.“

Spielerisch lernen, die eigenen Grenzen wahrzunehmen

Die interaktive Ausstellung ermöglicht Kindern einen spielerischen und niedrigschwelligen Zugang zu einem sensiblen und häufig tabuisierten Thema. Gleichzeitig unterstützt sie pädagogische Fachkräfte dabei, Fragen rund um persönliche Grenzen, Gefühle und Schutz vor sexualisierter Gewalt altersgerecht aufzugreifen.

An verschiedenen Mitmachstationen lernen die Kinder unter anderem, gute und schlechte Gefühle sowie gute und schlechte Geheimnisse voneinander zu unterscheiden. Sie erfahren, dass sie ihre eigenen Grenzen deutlich machen und „Nein“ sagen dürfen. Eine weitere wichtige Botschaft der Ausstellung: Sich Hilfe zu holen und mit einer vertrauten Person zu sprechen, ist immer richtig.

© Stadt Bottrop

Wie anschaulich und auf Augenhöhe die Inhalte vermittelt werden können, zeigten bei der Auftaktveranstaltung auch die drei Schülerinnen und Schüler Emilio, Anna und Laura. Sie führten durch die Ausstellung, erklärten die einzelnen Stationen und brachten die Inhalte auch den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses näher.

Unterstützt wurde die Ausstellung bislang durch die ehrenamtlich Engagierten Ali Seidensticker und das Ehepaar Ulla und Peter Sauer, die aus Altersgründen diese Arbeit nun niederlegen. Sie begleiteten das Angebot seit vielen Jahren und trugen gemeinsam mit den beteiligten Fachkräften dazu bei, dass sich die Kinder mit den verschiedenen Themen und Stationen auseinandersetzen können.

„Bundesweit wurden bereits mehr als 120.000 Kinder, zahlreiche Lehrkräfte und viele Eltern erreicht. Wir übergeben sehr gerne den Staffelstab an den Caritasverband Bottrop, um auch hier in der Region ein Zeichen für Kinderschutz zu setzen“, sagte Jerome Braun, Geschäftsführer der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel. Er dankt bei dieser Gelegenheit der Stiftung der Sparda Bank West für die langjährige finanzielle Förderung.

Oberbürgermeister übernimmt Schirmherrschaft

Oberbürgermeister Matthias Buschfeld übernimmt die Schirmherrschaft für das Projekt und setzt damit stellvertretend für die Stadt Bottrop ein deutliches öffentliches Zeichen für den Kinderschutz. Gemeinsam mit den beteiligten Institutionen soll die Präventionsarbeit in Bottrop und der Region langfristig gestärkt und das Thema fest im schulischen Umfeld verankert werden.

Neben dem Jugendamt der Stadt Bottrop beteiligen sich die Stadt Dinslaken und die AWO Kreisverband Wesel e. V., die Stadt Kamp-Lintfort und die AWO Kreisverband Wesel e. V., die Stadt Moers und die AWO Kreisverband Wesel e. V. sowie die Stadt Rheinberg und der Caritasverband Moers-Xanten e. V. als Kooperationspartnerinnen und -partner an dem Projekt.