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Janusz-Korczak-Gesamtschule wird eine Sekundarschule

Der Rat der Stadt hat heute (7. Juli) mehrheitlich für die Umwandlung der Janusz-Korczak-Gesamtschule (JKG) in eine Sekundarschule gestimmt. ( 35 Ja-Stimmen SPD, CDU, FDP/ 20 Nein-Stimmen AfD, Die Linke, DKP/Tierschutz, Bündnis 90/Die Grünen/ÖDP) 

Zuvor hatte sich bereits der Schulausschuss mehrheitlich für die Umwandlung ausgesprochen. Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert betonte zu Beginn des Tagesordnungspunktes, dass die Entscheidung "das Ergebnis eines intensiven Beratungsprozesses, in dem viele Beteiligte sich über einen langen Zeitraum hinweg eingehend mit der Janusz-Korczak-Gesamtschule befasst haben," ist. "In Arbeitsgruppensitzungen, im Austausch mit VertreterInnen aus der Bottroper Bildungslandschaft, der Bezirksregierung Münster und vor allem auch im Fachgremium, dem Schulausschuss. Am Ende dieses Prozesses und aufgrund vorgehender Beratungen und Entscheidungen des Fachgremiums bleibt die Erkenntnis: Die Schulentwicklungsplanung für alle weiterführenden Schulen in Bottrop ist vor allem auch abhängig von der Situation der JKG. Im Zuge der Gesamtverantwortung für eine gute Bildungslandschaft ist eine Entscheidung über den Fortbestand der JKG unumgänglich." Trotz eines engagierten Kollegiums, eines guten pädagogischen Konzepts und hoher fachlicher Qualität, trotz umfangreicher schulischer Entwicklungsmaßnahmen bleibe die Nachfrageentwicklung an der JKG weiterhin hinter den gesetzlichen Vorgaben zurück. 

In Wortbeiträgen erläuterten auch die VertreterInnen der Fraktionen und Ratsgruppen noch einmal ihre Positionen. Der Antrag der AfD-Ratsfraktion eine geheime Abstimmung vorzunehmen, fand keine Mehrheit. 

Hintergrund der Entscheidung ist die aktuelle Schulentwicklungsplanung. Zwar steigen die Schülerzahlen in Bottrop insgesamt an, die Anmeldezahlen für den 5. Jahrgang der Janusz-Korczak-Gesamtschule reichen jedoch seit mehreren Jahren nicht aus, um die gesetzlich vorgeschriebene Vierzügigkeit dauerhaft zu sichern. Auch die Oberstufe wird seit Jahren vergleichsweise wenig nachgefragt, was die Planung eines vielfältigen Kursangebots erschwert.

Vorgesehen ist die Umwandlung der Schule in eine dreizügige, teilintegrierte Sekundarschule. Dieses Schulmodell verbindet gemeinsames Lernen mit einer gezielten Förderung entsprechend der individuellen Leistungsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig bleiben flexible Wechsel zwischen den Bildungsgängen möglich. Mit dieser Schulform wurden in Bottrop bereits positive Erfahrungen an der Sekundarschule in Kirchhellen gemacht. Besonders die Kombination aus gemeinsamem Lernen, individueller Förderung und klarer Leistungsdifferenzierung wird von Eltern und Schulgemeinschaft positiv bewertet.

Die Umwandlung soll zum Schuljahr 2028/2029 erfolgen, im vorherigen Richtungsbeschluss war man von einer frühesten Umwandlung im Jahr 2027/2028 ausgegangen. Der Zeitpunkt 2028/2029 wurde gewählt, damit allen Beteiligten genug Vorlaufszeit eingeräumt werden kann, um den Umwandlungsprozess zu vollziehen. Außerdem hat der Rat entschieden, dass die Verwaltung ein Konzept für ein öffentliches Beteiligungsverfahren zur Namensgebung der zukünftigen Sekundarschule erarbeiten soll.