NRW-Ministerin besucht Pflanzaktion in Grafenwald
Dorothee Feller lobt Einsatz der Grundschulkinder am Waldpädagogischen Zentrum
Das Waldpädagogische Zentrum (WPZ) in Grafenwald ist ein besonderer außerschulischer Lernort. Dies hat die NRW-Schulministerin Dorothee Feller gewürdigt. Bei einem Besuch der Pflanzaktion der Grund- und Förderschulen lobt sie die Verknüpfung von schulischem Lernstoff und praktischem Handeln. „Die Kinder lernen, dass es Freude macht, sich zu kümmern und Verantwortung zu übernehmen“, sagt sie.
Seit bald 30 Jahren kommen die Bottroper Erstklässler zum WPZ, um Setzlinge zu pflanzen. Bis zum Ende ihrer Grundschulzeit werden sie die Entwicklung ihrer Pflanzen beobachten und schließlich in einen Wald auspflanzen. „Wenn die Kinder die Schule wechseln, wechseln auch die Bäume den Standort. Das ist eine tolle Idee“, lobt Ministerin Feller die Aktion, die von ehrenamtlichem Engagement getragen wird. „Die Kinder sind alle Mühe wert. Sie müssen schließlich künftig die Geschicke der Welt lenken“, so Feller.
In diesem Jahr setzen rund 1.200 Jungen und Mädchen 2.400 Eichen, Rotbuchen, Wildkirschen und Winterlinden in die „Kinderstube“ des WPZ. Angeleitet vom langjährigen Vorsitzenden der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Bottrop Peter Pawlicek haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Schülergenerationen an dem Projekt beteiligt – unter ihnen war auch Oberbürgermeister Matthias Buschfeld.
„Die Pflanzaktionen sind unschätzbare ökologische Beiträge für unsere Stadt und unsere Region“, sagt Oberbürgermeister Buschfeld mit Blick auf die Herausforderungen des Klimawandels. Das WPZ leiste eine erfolgreiche pädagogische und ökologische Arbeit und biete ein naturnahes Erlebnis für Kinder. „Je früher wir Umweltbewusstsein schaffen, desto besser. Und draußen in der Natur macht es auch mehr Spaß als im Klassenzimmer.“
Die Kinder gruben ihre Hände tief in die Pflanzerde, um für die Baumsetzlinge optimale Bedingungen zu schaffen. Dabei erfuhren sie viel über das Leben der Tiere im Waldboden und wie sie die Bäume bei Wachstum unterstützen. Wie erfolgreich ihre Pflege sein wird, erfahren die Schülerinnen und Schüler spätestens in drei Jahren, wenn sie wieder zum WPZ kommen, um die herangewachsenen Bäumchen zu einem neuen Mischwald auszupflanzen.