ISEK Zentrale Innenstadt beschlossen
Mehr Begrünung, Verschattung und Barrierearmut sollen Aufenthaltsqualität steigern
Mit einem umfassenden Entwicklungskonzept soll die Zentrale Innenstadt langfristig attraktiver, klimaangepasster und lebendiger werden. Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) bündelt die dafür vorgesehenen Maßnahmen und definiert die Ziele für die künftige Entwicklung des Stadtzentrums. Der Rat der Stadt Bottrop hat dem Konzept und der Festlegung des Stadtumbaugebiets „Zentrale Innenstadt“ in seiner Sitzung am 7. Juli einstimmig zugestimmt.
Mit dem Beschluss beauftragt der Rat die Verwaltung, die im ISEK enthaltenen Maßnahmen gemeinsam mit der Öffentlichkeit sowie allen relevanten Akteurinnen und Akteuren weiter zu konkretisieren und bei Bedarf zu ergänzen. Die Bezirksvertretung Bottrop-Mitte ermächtigt die Verwaltung zudem, die hierfür erforderlichen Planungsleistungen extern auszuschreiben.
Oberstes Ziel des neuen Stadtumbaugebiets ist eine nachhaltige Innenstadtentwicklung. Das Konzept verfolgt den Anspruch, die Zentrale Innenstadt langfristig klimaangepasst, ressourcenschonend und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Gleichzeitig sollen die Aufenthaltsqualität und die gestalterische Attraktivität der Fußgängerzone deutlich verbessert werden, um die Innenstadt als lebendigen, identitätsstiftenden und multifunktionalen Stadtraum zu stärken.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Durch zusätzliche Begrünung, Verschattung und Entsiegelung soll das Mikroklima verbessert und die Innenstadt insbesondere in Hitzeperioden widerstandsfähiger werden. Ebenso sieht das Konzept eine weitere Verbesserung der Barrierearmut vor, damit der öffentliche Raum von allen Menschen möglichst uneingeschränkt genutzt werden kann. Darüber hinaus sollen die Voraussetzungen für Veranstaltungen im öffentlichen Raum optimiert werden, um die Innenstadt als Ort der Begegnung und des gesellschaftlichen Lebens weiter zu stärken.
Grundlage für die Erarbeitung des Entwicklungskonzepts war ein intensiver verwaltungsinterner Abstimmungsprozess sowie die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden und Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern. Die dabei eingebrachten Anregungen und Hinweise sind in die Maßnahmen eingeflossen.
Der Beschluss erfolgt vorbehaltlich der Bewilligung der erforderlichen Fördermittel für die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen.