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Umweltministerin nennt Emscherklärwerk "vorbildlich für ganz Deutschland"

Umweltministerin Svenja Schulze besichtigte das neue Pumpwerk und die Kläranlage der Emschergenossenschaft in der Welheimer Mark. Den Umbau des Abwassersystems im Ruhrgebiet bezeichnet sie als "Jahrhundertprojekt" und lobt vor allem den energieautarken Betrieb der Anlage.

© Stadt BottropUmweltministerin Svenja Schulze (mitte) mit Dr. Emanuel Grün, Oberbürgermeister Bernd Tischler und Prof. Dr. Uli Paetzel.

Der Umbau des Emscher-Systems waren Thema bei einem Besuch von Umweltministerin Svenja Schulze bei einem Besuch in Bottrop am Mittwoch, 8. August 2019. Die Ministerin besichtigte die neue Kläranlage und das Pumpwerk der Emschergenossenschaft in der Welheimer Mark. "Wir als Stadt Bottrop sind stolz darauf, ein zentraler Schauplatz des Generationenprojekts Emscher-Umbau zu sein", sagte Oberbürgermeister Bernd Tischler in seinem Grußwort an die Ministerin und die Vertreter der Emschergenossenschaft.

"Wasser ist die Grundlage, die Leben auf unserem Planeten überhaupt erst möglich macht. Die Renaturierung des Fluss-Systems Emscher, jahrzehntelang zur Kloake des Ruhrgebiets degradiert, ist daher eine Erfolgsstory", unterstrich Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft. Nach mehr als 150 Jahren werde die Emscher, als zentraler Fluss des Ruhrgebietes, vom Abwasser befreit.

Von den 54 Meter hohen Faultürmen hinab bot sich ein weiter Blick über die Metropole Ruhr. Danach ging es rund 40 Meter hinunter in das Pumpwerk "Abwasserkanal Emscher Bottrop", das im September 2018 in Betrieb gegangen ist und das Abwasser aus dem unterirdischen Kanal in die benachbarte Kläranlage hebt.

Umweltministerin Svenja Schulze hob die ökologische Bedeutung des Projekts hervor, das Ausstrahlung in der gesamten Regien habe. Bei dem "Jahrhundertprojekt", bei dem die Kläranlage und das Pumpwerk eines der zentralen technischen Kettenglieder ist, hob sie vor allem die innovative Energieversorgung hervor als Vorbild für ganz Deutschland hervor. Am Standort Bottrop betreibt die Emschergenossenschaft als öffentlich-rechtlicher Wasserverband nicht nur eine der größten Anlagen Deutschlands, sie gilt gleichzeitig auch als "Kläranlage der Zukunft". "Durch den Mix von nachhaltigen Energieträgern läuft die Anlage komplett energieautark", erläuterte Dr. Emanuel Grün, Technischer Vorstand der Emschergenossenschaft.

Wärme, Gas und Klärschlamm, die beim Prozess der Abwasserreinigung entstehen, nutzt die Emschergenossenschaft zum energetischen Betrieb: "Die Mischung der Energieträger ist der Schlüssel zur CO2-Reduzierung und Energieautarkie." Am Standort in Bottrop sorgen dafür mehrere Blockheizkraftwerke, eine Photovoltaikanlage, eine Windenergieanlage und eine Dampfturbine.

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