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Gift lockt Ratten in Köderboxen

Die Stadt rückt den Ratten zu Leibe. Mit Gift sollen den sogenannten Schadnager eingedämmt werden. Aber auch die Einwohner sind angehalten, es den Ratten nicht leicht zu machen.

© Stadt BottropMit speziellen Köderboxen schützen Stefan Pietz und Katrin Woettki Menschen und Haustiere vor dem Rattengift.

„Auf jeden Einwohner kommen ein bis zwei Ratten“, sagt Stefan Pietz, Sachgebietsleiter Allgemeine Gefahrenabwehr und Kommunaler Ordnungsdienst (KOD). Rund 200.000 Nager sind also nicht ungewöhnlich für Bottrop. Während des vergangenen Sommers ist die Population allerdings deutlich gestiegen. Durch das Ausbleiben des Regens, vor allem der Starkregenereignisse, haben sich die Ratten ungestört in den Kanälen vermehrt. Sie drängten immer häufiger an die Oberfläche und wurden von Anwohnern und Passaten beobachtet. 150 Meldungen von Rattensichtungen sind bereits eingegangen – soviele wie im gesamten vergangenen Jahr. „Jeweils die Hälfte wurden auf öffentlichen beziehungsweise auf privaten Grundstücken gesichtet“, erklärt Katrin Woettki vom KOD.

Besonders von der Rattenpopulation betroffen,  ist die Innenstadt. Als besonders auffällig gelten beispielsweise der fußläufige Bereich der Gladbecker Straße, das Trapez, der Ehrenpark und der Kirchplatz. Stefan Pietz appelliert deshalb, Lebensmittelreste nicht achtlos wegzuwerfen. „Ratten sind Allesfresser. Sie ernähren sich sogar von Zigarettenkippen.“

Bei der Bekämpfung der Ratten arbeiten der Fachbereich Umwelt und Grün sowie das Tiefbauamt mit dem KOD zusammen. Werden Rattenpopulation dokumentiert, gehen Fachleute daran, sogenannte Biozide in besonderen Köderboxen auszulegen. Diese Kanaldepots schützen Menschen und Haustiere davor, mit dem Gift in Kontakt zu kommen. Sie werden an Hauswänden und unter Büschen bis zu sechs Wochen lang abgestellt und mit Ketten vor Diebstall geschützt. Vor allem aber werden die Nager in der Kanalisation bekämpft.

Pietz räumt ein, dass die Bekämpfung mit Gift aufwändiger geworden ist. Durch EU-Richtlinien seinen Auflagen gemacht worden, die Privatpersonen gar nicht erfüllen können. Auch die Stadt habe zunächst geschulte Schädlingsbekämpfer beauftragen müssen, bevor in der Stadtverwaltung einige Mitarbeiter die notwendige Qualifikation erworben haben.

Trotz der erhöhten Population im vergangenen Sommer, habe es keine Rattenplage gegeben, sagt Pietz. Mittlerweile sei die Anzahl wieder zurückgegangen.  Die intelligenten Nager ziehen sich in die Kanäle zurück und bereiten sich so auf den Winter vor. Eine unmittelbare Gefahr habe es für Menschen nicht gegeben. Zwar können Rattenbisse Krankheiten übertragen, dies passiert aber nur, wenn sich die Tiere in die Enge getrieben fühlen.

Wer Ratten im Stadtgebiet beobachtet, kann dies beim KOD unter der Telefonnummer 02041/703436 melden.

Katrin Woettki

Fachbereich Recht und Ordnung

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Tel.: 02041 703436
Fax: 02041 7053436
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Raum 10

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