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Lösung für Lkw-Verkehr in Grafenwald steht

RAG verzichtet nachts auf Anlieferungen für Schachtverfüllung

© Stadt BottropDie Vertreter der Stadt Bottrop und der RAG haben eine Regelung gefunden, die die Anwohner vor Lärm- und Staubbelästigungen so gut wie möglich schützt.

Das Konzept für die Schachtverfüllung an dem Schächten 9 und 10 Grafenwald steht. RAG und Stadt Bottrop haben sich auf einen Routenplan für die Lkw geeinigt und das Ergebnis jetzt während eines Pressegesprächs vorgestellt. Danach fahren die vollen Lkw über die Fernewaldstraße zur Schachtanlage. Nach der Leerung fahren sie über die Straße Vossundern zurück zur Bottroper Straße.

Bei einer Bürgerversammlung vor einigen Wochen hatte die RAG die Anwohner über die geplant Verfüllung informiert. Die Hinweise und Anregungen der Anwohner seien jetzt in der Detailplanung berücksichtig worden, erklärt Bergwerksleiter Thomas Telsemeyer. „Wir haben die Zeitachse gestreckt, um Nachtfahrten zu vermeiden und die Frequenz der Lkw-Fahrten zu reduzieren“, sagt Telsemeyer. Die Anzahl der täglichen Lkw-Fahrten sei so hoch, wie zu früheren Betriebszeiten der Zeche Prosper IV. Auf der Strecke wird ein absolutes Halteverbot ausgewiesen, dafür öffnet die RAG einen Teil des bereits abgesperrten Mitarbeiterparkplatzes für die Anwohner. Das durchdringende Warnsignal rückwärts-fahrender Lkw wird durch Lichtzeichen und Assistenzpersonen ersetzt, so dass die Anwohner auch hier wenig beeinträchtigt werden. „Wir wollen die Lärm- und Staubbelastung so gering wie möglich halten“, sagt Telsemeyer. Für Beeinträchtigungen bittet er dennoch um Verständnis. „Die Politik wollte, dass wir die Zeche schließen – jetzt muss man uns auch schließen lassen.“

© Stadt BottropFahrtroute der LKW

Ab Mitte August fahren Schwerlaster die Schachtanlage an. Mit der Verfüllung der Schächte 9 und 10 wird dann Ende November begonnen. Telsemeyer rechnete mit einer Dauer von rund drei Wochen, bis die Zugänge ins Bergwerk endgültig mit rund 56.000 Tonnen Sand und Zement verschlossen sind. So lange werden auch die Lkw-Fahrten notwendig sein.

Die Leiterin des Straßenverkehrsamtes Monika Werwer ist zufrieden mit der Regelung. Sollten sich in der Praxis dennoch Probleme ergeben, wird das Konzept angepasst. „Es ist nicht alles in Stein gemeißelt.“ In den nächsten Tagen werden die Halteverbotsschilder aufgestellt und Straßenmarkierungen erneuert. Dadurch wird die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht.

Die Sorgen einiger Anwohner, für mögliche Straßenschäden aufkommen zu müssen, hält der Leiter des Tiefbauamtes Heribert Wilken für unbegründet. „Anliegerbeiträge werden für die Fahrbahn nicht erhoben“, sagt er. „Es ist keine Anliegerstraße, sondern eine Kreisstraße.“ Damit müssen die Anwohner aber auch akzeptieren, dass auf den Straßen der Schwerlastverkehr stattfindet.

Die vorgeschlagene Alternativroute, die Sandtransporte über den Schotterweg südlich der Schöttelheide zu führen, ist nicht möglich. Ein von der RAG beauftragter Gutachter kommt zu dem Schluss, dass wegen der Nähe zum FFH-/Naturschutzgebiet Köllnischer Wald eine aufwändige FFH Verträglichkeitsprüfung erforderlich wäre. Die Anlieferung der Sandmengen stellt eine erhebliche Umwelt- und Staubbelastung sowie eine gesteigerte Gefahr für das geltende Rad- und Wegekonzept dar. Dies bestätigt Tilmann Christian, Abteilungsleiter im Fachbereich Umwelt und Grün. Es wären umfangreiche Gutachten notwendig und der vorgesehen Zeitplan so nicht mehr zu halten.

Bezirksbürgermeister Ludger Schieder hält den Kompromiss für akzeptabel. Die Vermeidung von Nachtfahrten sei beruhigend und die Belastungen seien zeitlich eng befristet, lobt er die nun getroffene Regelung.

Ansprechpartner bei der RAG


Karsten Venfertloh, 02325 593895, Projektmanagement
Michael Sagenschneider, 02041 593152, Leiter Öffentlichkeitsarbeit Bergwerk
Jeanny Schreiber, 02041 597484, Öffentlichkeitsarbeit Bergwerk

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