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Bottrop wird für Radfahrer attraktiver

Das Projekt RadQuadrat geht jetzt in die Umsetzung. Rings um die Innenstadt entsteht ein Ring aus stark genutzten Radverbindungen. Für den Radverkehr werden Servicepunkte eingerichtet, innovative Technik installiert, Fahrbahnen erneuert und die Kreuzungen mit den Hauptstraßen wesentlich verbessert.

Hier wird Radfahren in Zukunft besser

Umbau und Gestaltungsmaßnahmen für eine Vesseung des Radverkehrs (Punkte anklickbar für weitere Infos).

Eine Reihe von Baustellen für bessere Radwege

© Stadt Bottrop/Thilo TotterDieses Logo weist in Zukunft auf die Strecke hin.

Bis zum Frühjahr 2019 soll Bottrop erheblich für den Radverkehr aufgewertet werden. Dazu wird der Fachbereich Tiefbau und Stadterneuerung eine Reihe von Straßenarbeiten durchführen und vor allem auch Kreuzungen von Hauptstraßen umbauen müssen. Technischer Beigeordneter Klaus Müller stellte am Mittwoch, 10. Oktober 2018 gemeinsam mit Fachbereichsleiter Heribert Wilken und Projektmanager Frank Skiba in der Bauverwaltung die Pläne vor.

© Stadt BottropWollen das Radfahren in Bottrop attraktiver machen: Klaus Müller und Heribert Wilken.

Das Projekt heißt Radquadrat und ist eine Anspielung auf das bekannte Museumszentrum der Stadt und auch eine Anspielung auf die Quadratur in der Mathematik -  als Symbol, dass im Radverkehr noch viel Potenzial steckt. Ein Logo soll zukünftig einen Ring um Bottrops Innenstadt kennzeichnen und auf Schildern sowie direkt auf der Fahrbahn aufgebracht werden. "Wir haben uns bei den Planungen die Verbindungen angesehen, die bereits heute als Radrouten stark genutzt werden", sagt Klaus Müller. "Diese führen meist durch Nebenstraßen oder Grünbereiche. Ziel ist, hier attraktive Routen für die innerstädtischen Verbindungen zu schaffen."

Insgesamt acht Verkehrsknotenpunkte werden radverkehrsfreundlich umgestaltet.

Diese sind:

  • Horster Straße Kreuzung Wiggermannstraße im weiteren Verlauf Paßhaardt
  • Gladbecker Straße Kreuzung Lützowstraße im weiteren Verlauf Pestalozzistraße
  • Hans-Sachs-Straße Kreuzung Lützowstraße
  • Eichenstraße Kreuzung Hans-Sachs-Straße
  • Querung Parkstraße im Bereich Stadtgarten
  • Querung Osterfelder Straße in Höhe Am Sprengelsberg
  • Hans-Böckler-Straße Kreuzung Am Lamperfeld
  • Friedrich-Ebert-Straße / Freiherr-vom-Stein—Straße

Beginnen wird die Stadt Bottrop mit der Osterfelder Straße in Höhe Am Sprengelsberg und mit der Umgestaltung der Querung auf der Parkstraße, um dort eine fahrradgerechtere Verbindung vom Stadtgarten in Richtung Scheveweg zu erhalten.

In einer Vielzahl von Straßen werden die Fahrbahndecken erneuert und Markierungen Aufgebracht, die den Radverkehr erleichtern. Dabei sollen die Radfahrer bevorzugt auf die Straßen geführt werden "Alle Studien von Verkehrsexperten haben gezeigt, dass auf den Bürgersteigen viel mehr Radfahrer Unfälle erleiden als auf den Straßen", erläutert Heribert Wilken. "Im Straßenraum sind Radfahrer sichtbar und dementsprechend können sich die anderen Verkehrsteilnehmer darauf einstellen. Vor allem auf den Nebenstrecken ist der Radverkehr auf der Straße besser aufgehoben. Dies empfiehlt auch der ADFC."

Insgesamt werden circa 1,6 Mio. Euro in den Radverkehr investiert. Dabei entfallen 1 Mio. Euro auf das Projekt Radquadrat selbst, das mit einer Quote von 90 Prozent gefördert wird. Weitere 600.000 Euro stammen aus dem Topf des Konjunkturpaketes, das ebenfalls eine Förderquote von 90 Prozent hat.

Neben der Umgestaltung von Kreuzungen und Fahrbahnen, gehören eine Reihe besonderer Maßnahmen zu dem Projekt, die die Attraktivität der Route steigern sollen und auf innovative Technik für den Radverkehr setzen.

Innovative Technik

Fluoreszierender Belag

Ein fluoreszierender Belag wird auf der Route dort aufgebracht, wo Straßenbeleuchtung fehlt. Dies soll für mehr Sicherheit sorgen und zudem eine gestalterisches Element sein.

© Stadt Bottrop

Der leuchtende Asphalt ist ein noch neuer, innovativer Bestandteil bei der Gestaltung von Wegen für den Radverkehr. Er soll auch die Anziehungskraft der Route deutlich steigern. Bereits jetzt gibt es Probeflächen auf dem Scheveweg vor dem Jahnstadion (Zugang über die Straße Am Lamperfeld). Die Testflächen haben verschiedene Belagsmischungen und sollen Auskunft die bestmögliche Einbauweise und Zusammensetzung des leuchtenden Materials geben.

Anlage misste Stärke des Radverkehrs

Es sollen auf der Route zwei spezielle Messanlagen installiert werden. Sie sollen die Anzahl der Radfahrer erfassen, um damit zu kontrollieren, wie stark die Verbindung genutzt wird.

© free

Dabei werden zwei verschiedene Varianten realisiert: Einerseits wird eine Stehle aufgestellt, die das Radverkehrsaufkommen über eine in die Fahrbahn eingebaute Schleife misst und die Ergebnisse direkt auf dem Display der Stehle öffentlichkeitswirksam darstellt. Die zweite Messanlage misst die Radverkehrsstärke über Radar und wurde bereits zur Messung der Radverkehrsstärke vor der Eröffnung der Route eingebaut.

Selfservicepoints für Fahrräder und Pedelecs

© free

Es werden entlang der Route konkrete Dienstleistungsangebote für Radfahrer und Nutzer von Pedelecs geschaffen werden. Ein Selfservicepoint soll sich aus den Bestandteilen Luftpumpenstation, Ladestation und Utensilien für Reparaturen zusammensetzen. Die Möglichkeit, Pedelecs zu laden oder kleinere Reparaturen an Fahrrädern vor Ort vornehmen zu können, erhöht die Attraktivität des Radverkehrs in der Innenstadt. Davon profitieren auch Berufspendler, die auf die Funktionsfähigkeit ihres Fahrrads oder Pedelecs täglich angewiesen sind. Solche Selfservicestationen sind ein besonderes Ausstattungsmerkmal von attraktiven Radrouten.

Fahrradwaschanlage

Eine weitere Idee zur Steigerung der Attraktivität der Route der Nahmobilität ist das Angebot einer eigenständigen und automatischen Waschanlage für Fahrräder. Verwendet werden wird eine Anlage ohne Bürsten, die einfach zu bedienen ist und an der Radstation im Bahnhof aufgestellt wird. Darüber hinaus soll sie zwischen Frühling und Herbst an verschiedenen Stellen entlang der Radroute an den Wochenenden stehen und so die Nutzung erhöht werden.

© free

Wer sein Rad der Anlage anvertraut, kann die Reinigung durch ein Sichtfenster von außen beobachten. Das Fahrrad steht während der Wäsche auf einem Transportband. Durch die Bewegung des Bandes drehen sich auch Räder und Pedalen. So kann das Wasser aus den Düsen alle Schmutzstellen erreichen und die Anlage keine ungeputzten Stellen zurück lassen.

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